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Themenwelten Berliner Morgenpost
Ausbildung & Studium

Auf der Jagd nach möglichst vielen Likes

 

GRAFIKEN: GETTY IMAGES

In immer mehr Unternehmen kümmern sich qualifizierte Social-Media-Experten um einen professionellen Auftritt auf Facebook, Instagram und Co. Mit diesen fünf Ausbildungen und Studiengängen kann der Einstieg in die Welt der sozialen Netzwerke gelingen

Fotografen

Meister der perfekten Inszenierung

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Eine teure Kamera macht noch lange keinen guten Fotografen. Um ein solcher zu sein, braucht es mehr: ein Auge für Motive, die optimale Lichtstimmung und das ideale Zusammenspiel der verschiedenen Bildelemente. Diese Eigenschaften sind mindestens genauso wichtig wie handwerkliches Know-how, auf das es bei der Nachbearbeitung ankommt. Fotografen liefern Bilder vor allem für die fotobasierten Social-Media-Plattformen wie Instagram und Pinterest, auf denen das richtige Motiv oftmals entscheidender ist als die mit ihm versandte Message. Auf dem Markt tummeln sich viele Autodidakten. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Beruf professionell zu erlernen – etwa mittels einer klassischen dreijährigen Berufsausbildung. Die kann man in einem Fotoatelier oder bei Agenturen, in Medienhäusern oder Kultureinrichtungen absolvieren. Möglich ist dies auch an der renommierten Ostkreuzschule für Fotografie in Weißensee, deren Absolventen unter anderem bei Medienunternehmen gefragt sind. Immer mehr Fotografen erstellen nicht nur statische, sondern auch bewegte Bilder: Videographer heben sich von den Konkurrenten ab, die Nachfrage nach Bewegtbild wächst rasant und auch die Verdienstmöglichkeiten sind ausgezeichnet.
Hochschule Magdeburg-Stendal

Mediengestalter Bild und Ton

Beruf mit vielen Perspektiven

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Seit 2020 gilt für angehende Mediengestalter Bild und Ton eine neue Ausbildungsordnung, nachdem das Berufsbild mit dem des Film- und Videoeditors zusammengelegt wurde. Dadurch sollen die Auszubildenden besser gewappnet sein für ihren späteren Job in Medienanstalten, Tonstudios oder bei Agenturen. Während der dreijährigen Ausbildung lernen die angehenden Medienprofis, Bild- und Tonaufnahmen professionell zu erstellen, nachzubearbeiten und für die verschiedenen Ausspielkanäle zuzuschneiden, wozu auch immer öfter Social-Media-Plattformen zählen. Auf den unterschiedlichen Kanälen gelten unterschiedliche Regeln, weshalb auch Urheber- und Persönlichkeitsrechte und Datenschutz auf dem Lehrplan stehen. Für die Ausbildung braucht man einen Mittleren Schulabschluss. Viele Bewerber haben allerdings ihr Abitur gemacht, was auch daran liegt, dass ein Ausbildungsbeginn durch die teils außerordentlichen Arbeitszeiten häufig erst ab einem Alter von 18 Jahren möglich ist. Viele ausgelernte Mediengestalter spezialisieren sich nach dem Ende ihrer Ausbildung. Perspektivisch ist es also möglich, stärker in die Social-Media-Welt einzutauchen – oder diese nach einiger Zeit wieder zu verlassen.

Online-Redakteur

Textsicher und technisch versiert

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Die Berufsbezeichnung „Redakteur“ ist rechtlich nicht geschützt, weshalb es viele Wege in diesen Beruf gibt. Der klassische Weg führt noch immer über ein Volontariat, das angehende Online-Redakteure im Anschluss an das erfolgreich abgeschlossene geistes-, sozialwissenschaftliche oder philologische Studium absolvieren. Anders als die Kollegen im kriselnden Printgeschäft müssen Online-Redakteure nicht nur hervorragend textsicher schreiben können, sondern auch ein ausgeprägtes technisches Know-how gen. Sie müssen Bilder bearbeiten können SEO-Optimierungen durchführen, damit maschinen wie Google den eigenen Content möglichst weit vorne platzieren. Zudem es zu ihrer Aufgabe, die Performance der zu erfassen und Brücken zwischen den Inhalten durch interne und externe Verlinkungen en. Immer mehr Online-Redakteure kümmern sich zudem um die Social-Media-Plattformen oder arbeiten eng mit den Social-Media-Managern zusammen. Vor allem Medienhäuser Volontariate an. Die werden nicht selten (ehemalige) Praktikanten vergeben, weshalb man idealerweise schon während des Studiums in den einen oder anderen Medienbetrieb tauchen sollte.

Social-Media-Manager

Kanäle verwalten, mit der Community interagieren

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Social-Media-Manager sind Allrounder. Sie müssen alle Plattformen, auf denen sich Unternehmen und Institutionen zeigen wollen, in- und auswendig kennen. Sie steuern sämtliche Kanäle, laden hier ein ansehnliches Foto hoch und schreiben dort eine passende Bildunterschrift. Auch die Interaktion mit der Community gehört zu den Aufgaben von Social-Media-Managern. Das ist besonders bei Unternehmen wichtig, die diese Plattformen als neuen Vertriebsort für sich entdeckt haben. Dabei gibt es nicht den einen Weg, um Social-Media-Manager zu werden. Wichtiger als das passende Studium sind Leidenschaft, Multi-Tasking-Talent und die Fähigkeit, sich ständig neue Technologien anzueignen und neuen Trends anzupassen. Wer dennoch schon während des Studiums optimal auf die spätere Aufgabe vorbereitet sein will, wird am ehesten bei den privaten, häufig aber gebührenpflichtigen Hochschulen fündig. So bietet die IU Internationale Hochschule das Bachelorprogramm „Social Media“ an. Und an der SRH kann man sich für das Fach Medienmanagement mit Schwerpunkt digitale Medien immatrikulieren. So oder so ist es hilfreich, während des Studiums Praktika bei Medienhäusern oder Pressebüros zu absolvieren – um Referenzen zu haben und sich selbst ein Bild des Berufes zu machen.

Marketing- und Kommunikation

Experten für digitale Märkte

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Wo sich viele Menschen im virtuellen Raum tummeln, wittern Unternehmen zu Recht das große Geschäft. In den vergangenen Jahren haben sich Facebook, Instagram und Co. deshalb auch zu Marktplätzen entwickelt. Marketing- und Kommunikationsexperten, die im Umgang mit den verschiedenen Social-Media-Plattformen geschult sind, wissen am besten, wie man online verkauft. Sie schalten Anzeigen, um die organische Reichweite von Werbeposts zu erhöhen, vereinbaren Kooperationen mit Influencern und konzipieren zudem teils komplexe und plattformübergreifende Kampagnen. An den staatlichen Hochschulen bietet etwa die Freie Universität (FU) den Masterstudiengang „Management und Marketing“ an, und an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) kann man „Marketing Management“ studieren. Im Bereich der grundständigen Studiengänge sind wiederum die privaten Hochschulen federführend. In Berlin bieten unter anderem die HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, die DEKRA Hochschule für Medien oder die Fresenius Hochschule entsprechende Studiengänge an. Wer bereits mitten im Leben steht, kann durch ein weiterführendes Studium an der privaten FOM Hochschule für Ökonomie und Management entsprechende Qualifikationen erwerben. MAX MÜLLER
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