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Ausbildung & Studium

Fünf außergewöhnliche Studiengänge in Berlin

Mit Jura können Studierende durchaus beeindrucken – Neugierde wecken dagegen Exoten wie Brauwesen oder Zukunftsforschung

Für das Studium der Pferdewissenschaften gibt es rund 200 Bewerber. FOTO: P. PLEUL / PA / DPA

Brauwesen 

Ob Miraculix aus den Asterix-Comics einen Bachelor of Engineering in Brauwesen hatte, ist nicht übermittelt. Im Studiengang der Technischen Universität (TU) geht es aber auch nicht darum, einen Zaubertrank zusammenzubrauen, sondern um die biotechnologischen Prozesse der Malz- und Bierherstellung. Ingenieurwissenschaften zählen dabei ebenso wie Naturwissenschaften zu den Studieninhalten, die auf einen Berufseinstieg in der produzierenden Getränkeindustrie vorbereiten. Wer genau darin seine Erfüllung sieht, brauchte für die Zulassung zum Wintersemester 2020/21 einen Notendurchschnitt von 2,3.
Technische Hochschule Brandenburg
Zeitgenössische Puppenspielkunst

Natürlich befähigt auch ein klassisches BWL-Studium dazu, die Strippen zu ziehen – allerdings meist erst im späteren Berufsleben. Warum also warten, wenn man schon während des Studiums damit anfangen kann: Im Studiengang Zeitgenössische Puppenspielkunst der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ ist Kreativität gefragt. Neben dem Umgang mit Puppen erlernt man dabei unter anderem die Grundlagen des Schauspiels und Gesangs und belegt Kurse in Theatergeschichte und Dramaturgie. Schon bei der Bewerbung sollte man sich gut in Szene setzen, denn pro Jahrgang werden nur zehn Studierende zugelassen.

Pferdewissenschaft

Das Traumstudium für all jene, die sich schon als Kind immer ein Pony zum Geburtstag gewünscht haben: An der Freien Universität (FU) kann man Pferdewissenschaft studieren. Die Studieninhalte umfassen unter anderem naturwissenschaftliche und landwirtschaftliche Grundlagen sowie die wesentlichen Aspekte der Pferdezucht und den artgerechten Umgang mit Pferden. Dass dies bei Studieninteressierten gut ankommt, beweisen die stets hohen Bewerberzahlen. Der NC für das Wintersemester 2020/21 lag bei 1,7.

Technomathematik

Nein, Technomathematik ist kein weiteres Phänomen aus dem verrückten Berliner Nachtleben. Die Vorlesungen finden weder im Berghain noch im Tresor, sondern an der Technischen Universität (TU) statt. Dort beschäftigt sich Technomathematik vorwiegend mit technischmathematischen Methoden und bildet damit die Schnittstelle zwischen Mathematik und Ingenieurwissenschaften. Die Aufmerksamkeit des ein oder anderen Partygängers ist dem zulassungsfreien Studiengang dank seines Namens aber gewiss.

Zukunftsforschung

Man stelle sich vor, Zeitreisen wären nicht nur in Science-Fiction-Filmen möglich. Wie verlockend wäre es, einen Blick in die Welt von morgen zu werfen? Wer sich auch ohne Zeitmaschinen ein möglichst genaues Bild von der Zukunft machen möchte, studiert am besten Zukunftsforschung im Master of Arts an der Freien Universität (FU). Studierende des relativ neuen Studiengangs analysieren mögliche, wahrscheinliche oder auch wünschenswerte Entwicklungen der Zukunft auf Basis wissenschaftlicher Untersuchungen. Das kann unter anderem bei der Entscheidungsfindung in Politik und Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Wenn es einen Studiengang mit Zukunft gibt, dann doch wohl diesen. PHILIPP MÜLLER
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