Anzeige
Themenwelten Berliner Morgenpost
Ausbildung & Studium

Entspannt durch die erste Prüfungsphase an der Uni

Viele Studierende packt die Angst, sobald wichtige Prüfungen nahen. Das muss nicht sein. Diese drei Lerntipps können helfen

1 Zeitmanagement ist der Schlüssel 

„Wann schreiben wir noch mal den Test?“ – Wenn Studierende beim Blick auf den Prüfungstermin der Mut verlässt, dann ist der sprichwörtliche Zug meist schon abgefahren. Damit es in der Prüfungsphase nicht zu bösen Überraschungen kommt, ist Zeitmanagement gefragt! Wer sich einen Zeitplan erarbeitet und diesen befolgt, beugt damit der Mammutaufgabe, alles in kürzester Zeit lernen zu müssen, vor. Sinnvoll ist, eine erweiterte To-do-Liste – etwa mithilfe einer App – anzulegen, die folgende Fragen beantwortet:

- Wann schreibe ich meine Prüfungen?
- Was sind die Prüfungsinhalte?
- Wie viel Lernzeit plane ich für die Vorbereitung ein?
- Wann lerne ich für welche Themen?
Technische Hochschule Brandenburg
2 Loci-Methode anwenden

Studieninhalte sind meist komplex und umfangreich. Hilfreich ist es daher, sie zur Prüfungsvorbereitung einzugrenzen. Dabei können diese zwei Leitfragen helfen:

- Welche Studieninhalte sind primär relevant für meine Prüfungen?
- In welcher Prüfungsform werden die Studieninhalte abgefragt?

Wer seinen Lernstoff bereits gut überblickt, kann im nächsten Schritt damit beginnen, die Inhalte zu verinnerlichen. Wer sein Gedächtnis für ein Sieb hält, sollte beim Lernen die Loci-Methode anwenden. Es handelt sich dabei um eine Assoziationstechnik, bei der Lerninhalte mit Orten, Wegen oder Objekten verknüpft werden. Die Gedächtnisforscherin Isabella Wagner von der Universität Wien fand heraus, dass ihre Probanden mit der Loci-Methode innerhalb von sechs Wochen langlebigere Erinnerungen entwickelten. Durch die visuelle Vorstellung werden verschiedene Bereiche des Gehirns angesprochen, dadurch prägen sich die Lerninhalte besser ein. Gedächtnissportler schwören auf die Methode.

3 Für das optimale Lernumfeld sorgen

In einer Befragung unter 25.000 Studierenden fand das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) 2020 heraus, dass 60 Prozent der Studienanfänger den Austausch mit Kommilitonen im Corona-Jahr vermissten. Knapp die Hälfte aller Befragten war außerdem mit der Prüfungsvorbereitung gar nicht bis kaum zufrieden. Für das Wintersemester 2021/22 bleibt also zu hoffen, dass wieder mehr Austausch stattfinden kann und sich das Lernklima verbessert. Studienanfänger sollten zudem frühzeitig herausfinden, welche Umgebung am besten zu ihrem Lernstil passt. Egal ob in einer großen Bibliothek, einer persönlichen Lerngruppe oder im trubeligen Lieblingscafé: Wer sich und seine Lernvorlieben kennt, kann für das richtige Umfeld sorgen und den Lernstoff konzentrierter verarbeiten. NINA SABO
Weitere Artikel