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Themenwelten Berliner Morgenpost
Ausbildung & Studium

Neue Studiengänge in Berlin

Innovativ, nachhaltig und interdisziplinärer – mit diesen fünf Neuzugängen erweitern die Hochschulen ihr akademisches Portfolio

Der Studiengang „Live and Event Communication“ beschäftigt sich mit neuen Veranstaltungskonzepten. FOTO: GETTY IMAGES

Informatik in Kultur und Gesundheit 

An der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) startet am 1. Oktober 2021 der neue Bachelorstudiengang „Informatik in Kultur und Gesundheit“, der Studienanfänger und Quereinsteiger zu Informatikern mit Schwerpunkt auf Kultur- oder Gesundheitsinformatik ausbildet. Die Studierenden erlernen in dem praxisorientierten Bachelor einerseits, wie medizinische Daten visualisiert und analysiert werden, andererseits eignen sie sich Kenntnisse über die Funktionsweisen von Augmented-, Mixed- und Virtual-Reality-Technologien an. Das Studium ist praxisorientiert, teamstark und interdisziplinär angelegt: Ab dem ersten Semester können die Studierenden technische Lösungen in Projektarbeiten erproben, sich mit Institutionen der Kultur- und Kreativwirtschaft vernetzen und Forschungsschwerpunkte in interdisziplinären Projekten vertiefen. Abgerundet wird das Studium durch ein elfwöchiges Fachpraktikum, in dem die Erfahrungen an einer Forschungseinrichtung oder in einem Unternehmen vertieft werden.
Hochschule Magdeburg-Stendal
Management und Versorgung im Gesundheitswesen

Gleich vier neue Studiengänge bietet die Alice Salomon Hochschule Berlin im Wintersemester 2021/22 an: Die drei Bachelor-Studiengänge „Management und Versorgung im Gesundheitswesen“, „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ (Online-Studiengang), „Pflege“ sowie der neue Masterstudiengang „Soziale Arbeit: Kritische Diversity und Community Management“ setzen nach über einem Jahr Corona-Pandemie ein klares Zeichen für die Akademisierung der Pflegeberufe. Der Studiengang „Management und Versorgung im Gesundheitswesen“ vermittelt Kompetenzen für eine zukunftsfähige Gestaltung von Gesundheitsorganisationen. Dafür eignen sich die Studierenden Fachwissen in der Betriebswirtschaftslehre und der Verwaltung von Versorgungsprozessen an. Gruppenprojekte, Fallstudien und das Praktikum mit verpflichtender Supervision garantieren dabei die Nähe zur Praxis.

Charité – Universitätsmedizin Berlin: Pflege

Auch an der Charité wird pünktlich zum Semesterstart im Oktober ein neuer Pflege-Bachelorstudiengang angeboten. 60 Studierende haben pro Jahr die Möglichkeit, an der renommierten Universitätsklinik in das Studium zu starten. Die Charité will mit dem neuen Studienangebot dem steigenden Bedarf an hochschulisch qualifiziertem Personal begegnen und die Qualität der Pflege verbessern. Innerhalb von sieben Semestern erwerben Studierende eine Berufszulassung als Pflegefachperson und den Bachelorgrad. Der Studiengang ist generalistisch angelegt und qualifiziert Studierende für die allgemeine Pflege von Menschen aller Altersgruppen. Dabei ist die Pflegepraxis eng verknüpft mit dem wissenschaftlichen Forschungsstand.

Live and Event Communication

Die HTW Berlin plant in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg einen Masterstudiengang, der Veranstaltungsmanagement, Technik und die neuesten Kommunikationstrends mit Nachhaltigkeit verbindet. Der Studiengang „Live and Event Communication“ soll im Herbst 2022 mit maximal 40 Studierenden starten und richtet sich an Bachelorabsolventen aus den Bereichen Eventmanagement, BWL, Design, Film oder Musikbusiness. Tim Renner, ehemaliger Kulturstaatssekretär und Mitglied des Gründungsbeirats, sieht in dem Studiengang großes Potenzial: „Die Live- und Event-Wirtschaft wird am Ende der Pandemie nicht mehr dieselbe sein. Jetzt sind Skills gefragt, die bisher kein Event-Studiengang in Deutschland vermittelt, um Veranstaltungen neu zu konzipieren und Häuser des Entertainments, des Sports und der Kunst zu transformieren.“ Genau da möchte der Studiengang ansetzen, der mit Experten aus der Veranstaltungs- und Kulturbranche fachkundige Unterstützer hat.

Design & Computation

Der Masterstudiengang „Design & Computation“ ist das erste interdisziplinäre Studienangebot, das die Universität der Künste (UdK) gemeinsam mit der TU Berlin erarbeitet hat. Ab sofort können sich Künstler, Ingenieur-, Natur-, Geistes- oder Sozialwissenschaftler für den Master bewerben. Das Programm bietet Studierenden, angelehnt an die Expertisen beider Hochschulen, die Möglichkeit, an der Entwicklung neuer Berufs- und Tätigkeitsbilder mitzuwirken. Durch Module wie „Design als mediale Praktik“ und „Critical Design Thinking“ werden sie darin geschult, neuartige Technologien in Gestaltungsprozessen anzuwenden und sich in fächerübergreifenden Wissenschaftskontexten zu bewegen.
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