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Extra: Wohnen am Wasser

Wohnen an Berlins Havel in Wilhelmstadt und in Hohengatow

Zwischen der Spandauer Wilhelmstadt und Gatow sind Häuser an der Havel sehr begehrt

Zu den wenigen aktuellen Bauprojekten zählen die Havelgärten in Hohengatow. FOTO: FIRST HOME

Uwe Lehmann 
 
„Das ist Wohnen wie auf Mallorca“, sagt Birte Baumgarten, Geschäftsstelleninhaberin Spandau für von Poll Immobilien GmbH. Was sie so ins Schwärmen bringt, ist das Leben auf der Haveldüne, im Spandauer Ortsteil Wilhelmstadt. Auf der Endmoränenformation mit Höhenunterschieden von bis zu zehn Metern gibt es ober an der Dünenkante Grundstücke, die einen atemberaubenden Ausblick über das Gewässer bieten. So wohnt man am Höhenweg, wo einst unter anderem die Architekten Hans Scharoun und Hermann Henselmann Häuser entworfen hatten, wie auf einem Balkon über der Havel und genießt eine unvergleichliche Aussicht.
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Die Architektenvillen sind noch da, doch auf den Markt gelangen die begehrten Objekte eher selten – es gibt eine lange Warteliste. Und wenn einmal etwas zu machen ist, muss man auch schon für ältere Häuser mindestens eine Million Euro in die Hand nehmen, will man sich in dieser exklusiven Lage niederlassen. Derzeit wird etwa eine Architektenvilla aus dem Jahr 1958 für knapp 1,7 Millionen Euro inseriert. Unten an der Düne ist es dagegen günstiger: Vergangenes Jahr ging ein älteres Objekt für einen Quadratmeterpreis von etwa 5.000 Euro weg. Im Übrigen besitzt Wilhelmstadt ein wenig abseits des Wassers auch einen sehr attraktiven Altbaubestand. Die Wohnungen dort sind ebenfalls stark nachgefragt, teilweise aber noch für weniger als 4.000 Euro pro Quadratmeter zu haben.

Exklusive Lagen

Praktisch genauso exklusiv und beliebt wie an der Haveldüne sind Immobilien an der Scharfen Lanke, besonders auf der östlichen Seite. „Rund um Rudererweg und Paddlerweg kann man herrlich die Abendsonne genießen“, weiß Expertin Baumgarten. Hier würden aber wohl astronomische Preise aufgerufen, sollte wirklich einmal ein Objekt zum Verkauf stehen.

Etwas besser stehen die Chancen auf der anderen Wasserseite rund um die Straße Scharfe Lanke. Neben den Villenlagen am Wasser bietet die Havelbucht aber auch hochwertige Eigentumswohnungen mit schönem Wasserblick. Quasi gleich um die Ecke wird der Pichelssee von Bootshäusern, kleinen Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser dominiert, die häufig über einen eigenen Zugang zum Wasser verfügen.

Auch in Tiefwerder rund um den Kleinen Jürgengraben, werden gelegentlich Immobilien mit Wassergrundstück angeboten. „Generell gilt, dass die Preise nördlich der Heerstraße günstiger sind als südlich“, sagt die Immobilienmaklerin. Allen diesen gefragten Wohnlagen ist gemein, dass für Objekte am Wasser meist lange Wartezeiten bestehen. Und dass es praktisch keine freien Baugrundstücke mehr gibt. Bestenfalls wird einmal ein älteres Haus abgerissen und auf dem Areal ein Mehrfamilienhaus errichtet.

Nahe des Havelstrands

Eines der wenigen größeren Neubauprojekte nennt sich „Meine Havel“. Es liegt an der Götelstraße zwischen Altstadt Spandau und Wilhelmstadt direkt am Ufer der Alten Havel. Hier entstehen 14 Reihenhäuser mit durchschnittlich 135 Quadratmetern Wohnfläche. Sie verfügen über Havelblick und sind umgeben von kleinen Gärten und Wiesen. Die Preise der noch verfügbaren Einheiten beginnen bei 636.900 Euro.

Nicht direkt am Wasser, aber immerhin fußläufig zum Havelstrand entstehen in Hohengatow am Havelmatensteig die „Havelgärten“ mit insgesamt zwölf Doppelhaushälften. Die Grundstücksgrößen beginnen bei gut 300 Quadratmetern, die Wohnflächen liegen bei rund 135 Quadratmetern. Die Lage und die recht gute Anbindung an die Berliner City sorgen dafür, dass die Preise bei 589.000 Euro beginnen.

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