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Berliner Ärztemagazin 

Beweglichkeit für Knie und Hüfte

Von der Knorpelreparatur bis zum künstlichen Gelenk

Prof. Dr. Hauschild erklärt einer Patientin, wie das künstliche Kniegelenk eingebracht wird

PROF. DR. OLIVER HAUSCHILD, Park-Klinik Weißensee  

Wenn Knie oder Hüfte nicht mehr jede Bewegung mitmachen, ist guter Rat teuer. Schmerzmittel, Physiotherapien, Arthroskopie? Knorpelheilung oder gar ein künstliches Gelenk? Oft braucht es Zeit bis zur richtigen Entscheidung. Und diese können Patienten bei Prof. Dr. Oliver Hauschild, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie an der Park-Klinik Weißensee, punktgenau treffen.  

„An erster Stelle steht der Gelenkerhalt“, sagt Prof. Hauschild. Für das Knie haben sich die Ärzte in Weißensee auf die Knorpelzelltransplantation spezialisiert. Ein aufwendiges chirurgisches Verfahren, das auch bei verschleißbedingten Knorpelschäden möglich ist.
Die Park-Klinik Weißensee ist bekannt für ihre Qualität, besonders auch auf dem Gebiet der Endoprothetik
Die Park-Klinik Weißensee ist bekannt für ihre Qualität, besonders auch auf dem Gebiet der Endoprothetik
In einem ersten Schritt wird eine Gelenkspiegelung per Arthroskopie vorgenommen. Dabei entnimmt der Arzt Knorpelgewebe, welches im Labor vermehrt und auf eine Trägersubstanz (zum Beispiel ein Vlies) gebracht wird. In einer zweiten OP gibt Prof. Hauschild das Vlies direkt auf den Defekt. Zwischen Entnahme und Aufbringen liegen rund 4 bis 7 Wochen.

Damit die neue Knorpelsubstanz erfolgreich einheilt, sind einige Voraussetzungen wichtig. Der Knorpeldefekt muss lokal begrenzt sein. Die Zellen müssen vom Alter her in der Lage sein, Knorpel zu bilden, da es sich um ein biologisches Verfahren handelt. Hauschild: „Es gibt hier keine harte Grenze, aber ab 50 Jahren gibt es oft Kontraindikationen, zum Beispiel einen kaputten / fehlenden Meniskus.“ Knorpel und Meniskus müssen jedoch zusammenspielen, da bei dieser Therapie die Funktion des Knorpels wiederhergestellt werden soll.

„Zurück in einen schmerzfreien Alltag“

So ist es wichtig, dass Prof. Oliver Hauschild bei jedem Patienten zunächst hinterfragt, was ist der Anspruch, wie hoch der Leidensdruck? Kann ein Patient nur nicht mehr Marathon laufen oder kann er nicht einmal mehr seiner Arbeit nachkommen? Hat er in Ruhe solche Schmerzen, dass er nicht schlafen kann? Danach wird entschieden, ob konservativ oder operativ behandelt wird. Es gibt keine 100-prozentige Sicherheit, aber bei der richtigen Indikation sind die Erfolgsaussichten gut. Über 80 Prozent der jüngeren Patienten können sogar wieder zurück in ihren Sport, andere in ihren schmerzfreien Alltag. Allerdings dauert es im Schnitt 6 Monate, bis der Knorpel einwächst. Bis zu 18 Monate, um wieder Sport zu treiben. „Der Patient braucht also Geduld“, sagt Hauschild.
Moderne Operationssäle und gut ausgebildete Spezialisten sorgen für hohe Standards in der Gelenk-Prothetik. Den Patienten werden die Arztbriefe verständlich erklärt und bereits kurz nach der OP können sie die ersten Laufversuche, samt Treppensteigen, wagen Fotos: Klaus Heymach
Moderne Operationssäle und gut ausgebildete Spezialisten sorgen für hohe Standards in der Gelenk-Prothetik. Den Patienten werden die Arztbriefe verständlich erklärt und bereits kurz nach der OP können sie die ersten Laufversuche, samt Treppensteigen, wagen Fotos: Klaus Heymach
Ein zweites Spezialgebiet ist die Endoprothetik. Am Ende eines langen Leidensweges der Degeneration und bei vollständiger Arthrose des Gelenkes, bleibt nur ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk. Hier ist es schwer, aber absolut wichtig, genau den richtigen Zeitpunkt zu treffen. Prof. Hauschild und sein Team schaffen das durch genaueste Anamnese, Untersuchung und sehr gute Röntgen-Aufnahmen. Sind die Röntgenbilder des Gelenkes kritisch, die Beschwerden aber noch geringer, heißt es warten und jährlich röntgen.

Für ein neues Hüftgelenk spielt das Alter eine untergeordnete Rolle. In zertifizierten Zentren, wie der Park-Klinik Weißensee, werden sehr viele Kunstgelenke jährlich eingesetzt. Infusionen und Drainagen sind nicht mehr nötig, die Komplikationsrate ist gering. Mit dem Kunstgelenk sind viele Sportarten wieder möglich. 95 Prozent sind mit ihrem neuen Hüftgelenk zufrieden. Und das ist gut so, denn Generation 70+ will reisen, Radfahren, wandern und mit den Enkeln spielen.

„Generation 70+ will reisen, radfahren, wandern“

Etwas schwerer ist es beim Knie. Das Alter spielt eher eine Rolle, da die Zufriedenheit mit dem Kunstgelenk bei jüngeren Patienten geringer ist. So ist die Beugung im Durchschnitt eingeschränkter (normal: 130-140 Grad), Start-, Stopp- und Rotationsbewegungen sind oft nicht mehr umfangreich möglich. Aber Schmerzfreiheit, Wandern und Radfahren sind auch mit künstlichem Kniegelenk realistisch erreichbar!

Park-Klinik Weißensee

Schönstr. 80
13086 Berlin
Tel. (030) 9628-3752
ortho@park-klinik.com
www.parkkliniken-weissensee.de

Leistungen
■ Endoprothetik und Revisionsendoprothetik (Knie, Hüfte, Schulter, Sprunggelenk)
■ hüftgelenkerhaltende Chirurgie
■ kniegelenkerhaltende Chirurgie und Sportorthopädie (Knorpelzelltransplantation, rekonstruktive Chirurgie)
■ Wirbelsäulenchirurgie
■ Schulterchirurgie
■ Fußchirurgie
■ Tumororthopädie
■ Unfallchirurgie und durchgangsärztliche Behandlung
■ arthroskopische Chirurgie des Schulter-, Hüft-, Knie- und Sprunggelenks

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