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Berliner Ärztemagazin 

Moderne Gefäßchirurgie rettet Beine vor der Amputation

Die körpereigene Vene als Bypass:

Dr. Mario Kuhnert und sein Team arbeiten mit modernsten Valvulotomen Fotos: Marion Hunger

Wenn sich Beinarterien zusetzen, wird der Blutfluss geringer, es kann zu gefährlichen Durchblutungsstörungen kommen. Oft hilft dann die Perkutane Transluminale Angioplastie (PTA). In diesem Verfahren wird minimalinvasiv ein Ballonkatheter eingeschoben und erweitert das verengte Gefäß.

Mario Kuhnert:

„Es wird zu schnell und zu viel amputiert“

„Zwar verfügen wir bei über 600 PTAs jährlich über eine große Expertise“, so Dr. Mario Kuhnert, Chefarzt Gefäßchirurgie im Asklepios Klinikum Birkenwerder, „allerdings gibt es Gefäßveränderungen, die man alleine mit dem Katheter nicht mehr behandeln kann.“ Langstreckige Verschlüsse müssen überbrückt werden. Solche Operationen sollten, wann immer möglich, mit den körpereigenen Venen erfolgen. Sie sind perfekt an das Kaliber der betroffenen Arterien und an den teilweise langsamen Blutfluss angepasst. 
    
Per Ultraschall bestimmt der Arzt die Qualität und Größe der künftigen Bypassvenen
Per Ultraschall bestimmt der Arzt die Qualität und Größe der künftigen Bypassvenen
Auch moderne Prothesen bleiben bei langen Bypässen, die auf kleine Gefäße am Unterschenkel oder Fuß geführt werden, nicht lange offen. Im Asklepios Birkenwerder arbeiten die Ärzte deshalb mit Bypässen aus körpereigenen Venen. Kuhnert: „Wenn keine Beinvene mehr vorhanden ist, werden Venen aus dem Arm genommen. Auch diese sind mit wenig Blutfluss zufrieden.“

Rund 180 dieser anspruchsvollen Operationen werden pro Jahr durchgeführt. Regelmäßige Kontrollen in der Spezialsprechstunde sichern den Patienten feste Ansprechpartner. Die „Offenheitsrate“ der Vene wird um 20 Prozent verbessert, indem Veränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Inzwischen kommen aus ganz Deutschland Patienten ins zertifizierte Gefäßzentrum nach Birkenwerder, die schon eine Amputationsempfehlung für Ober- oder Unterschenkel haben.

„Kuhnert und sein Team können vielen das Bein noch retten.“

Gute Ergebnisse erreicht die Klinik auch beim diabetischen Fußsyndrom. Zusammen mit der Diabetologie und einem Team von Wundspezialisten wird bei gut 400 Patienten jährlich eine Verbesserung der Durchblutung zum Beinerhalt vorgenommen, davon 100 als Venen-Bypass.

Asklepios Klinik Birkenwerder

Moderne Gefäßchirurgie rettet Beine vor der Amputation Image 1
Hubertusstraße 12-22
16547 Birkenwerder

Sprechstunde
Montag/Donnerstag
Tel.: (03303) 522 – 203/205
info.birkenwerder@asklepios.com

Schwerpunkte
■ Periphere Arterielle Verschlusskrankheit
■ Diabetisches Fußsyndrom
■ Aneurysmen / Aortenaneurysma
■ Carotis- (Halsschlagader) OP
■ Venenleiden/ Krampfadern
■ Durchblutungsstörungen
■ Dialyseshunts
■ Gefäßsprechstunde
■ Interdisziplinäre Therapieentscheidung

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