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Die Zukunft der Endoskopie hat begonnen

Endoskopie - PROF. DR. SIEGBERT FAISS - Sana Klinikum Lichtenberg

Prof. Siegbert Faiss vor hochauflösender Bildtechnik, die einen Tumor in der Speiseröhre zeigt. Fotos: Marion Hunger

In der Endoskopie des Sana Klinikums Berlin-Lichtenberg ist nichts mehr, wie es einmal war. Innerhalb der letzten 18 Monate wurde hier der weltneueste Gerätepark auf über 700 Quadratmetern installiert und in Betrieb genommen. High-Tech trifft künstliche Intelligenz. Patienten treffen Ärzte und Pflegepersonal nahezu in Wohlfühlatmosphäre. Prof. Dr. Siegbert Faiss, Ärztlicher Direktor des Klinikums und gleichzeitig Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I, hat eine Vision umgesetzt. Nun betreut er unter anderem das größte Endoskopiezentrum der Metropolregion Berlin-Brandenburg.

Patienten aus ganz Deutschland

Über 11.000 Endoskopien im Jahr werden hier durchgeführt. Ob Magenspiegelungen auf Reflux oder Helicobacter-Bakterien, Darmspiegelungen zur Darmkrebsvorsorge und Polypenentfernung, Erkrankungen an Speiseröhre, Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Gallenwegen oder zur Frühkarzinom-Therapie – aus ganz Deutschland kommen Betroffene, um sich hier behandeln zu lassen. Hochauflösende Bildtechnik unterstützt die speziell ausgebildeten Experten an den Geräten. Eine komplett neue Röntgenanlage und eine moderne „Waschstraße“ zur Wiederaufbereitung der Endoskope sind Bestandteile des neuen Systems.
Bei der Darmspiegelung unterstützt zusätzlich die Künstliche Intelligenz die Mediziner
Bei der Darmspiegelung unterstützt zusätzlich die Künstliche Intelligenz die Mediziner
Prof. Faiss leistet als renommierter Gastroenterologe neben seiner Chefarzttätigkeit wertvolle Arbeit als Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). In seinem Klinikum erklärt er geduldig den Patienten, wie modern therapiert werden kann. Zum Beispiel beim Frühkarzinom. „Bei oberflächlichem Krebs ist das, als wenn er ´auf der Tapete´ sitzt. Also reicht es, wenn wir die Tapete abziehen und nicht gleich die ganze Wand einreißen.“ Heißt: die oberflächliche Schleimhaut und kranke Zellen werden mit einem Messer(chen) von nur 1,5 Millimetern Länge durch das Endoskop hindurch behutsam abgeschält und herauspräpariert. Eine folgenreiche OP bleibt dem Patienten erspart, er behält seine Organe. Dafür gehen die Ärzte immer über den Mund oder rektal in den Körper und zerstören keine Strukturen.

Auch, wenn der Muskel am Mageneingang dicht macht, kein Speisebrei mehr hinunterrutschen kann und die Speiseröhre dadurch aussackt (Achalasie), können die Ärzte helfen und den Muskel endoskopisch von innen durchtrennen. Ebenso am Magenein- und Ausgang sind solche Therapien möglich.

Ein Highlight der neuesten Technik ist das Motorisierte Spiralenteroskop. „Dieses Endoskop funktioniert über einen Motor, statt per Hand. Wir können damit den rund 5 Meter langen Dünndarm bis auf 1,60 Meter zusammenschieben, ihn sozusagen auffädeln, um an erkrankte Stellen heranzukommen.“ Für dieses Gerät werden Kollegen anderer Häuser hier in Berlin-Lichtenberg umfangreich geschult.

Modernste Technik für höchste Sicherheit

Am Herzen liegt Faiss die Forschung. In die neuen Geräte-Generationen zieht immer mehr künstliche Intelligenz ein. „Wir haben jetzt zwei Systeme zum Testen hier“, sagt der Professor. „Sie helfen bei der Detektion von Erkrankungen. Leuchtpunkte und -striche markieren kritische Stellen, so dass wir nichts übersehen können. Das bringt höchste Sicherheit für unsere Patienten.“
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Prof. Dr. Siegbert Faiss
Sana Klinikum Lichtenberg

Fanningerstraße 32
10365 Berlin
Tel: (030) 5518-2211
siegbert.faiss@sana-kl.de
www.sana-kl.de

Endoskopische Schwerpunkte
■ Diagnostik und Entfernung von Polypen, Krebsvorstufen und Frühkarzinomen im gesamten Magen-Darm-Trakt (Ösophagus, Magen, Zwölffingerdarm, Dickdarm) inkl. EMR und ESD
■ Diagnostik und Therapie an den Gallenwegen und am Pankreasgang
■ Blutstillungstechniken
■ Ligaturtherapie (Unterbindung) von Oesophagusvarizen („Krampfadern“ in der Speiseröhre), Therapie von Fundusvarizen („Krampfadern“ im Magen)
■ Behandlung von Stenosen (Verengungen) im gesamten Intestinaltrakt (Darmtrakt)
■ Diagnostik und Therapie von Funktionsstörungen des Ösophagus und des Magens inkl. POEM und G-POEM
■ Kapselendoskopie des Dünn- und Dickdarmes
■ Dünndarmendoskopie mit motorisiertem Spiralenteroskop
■ Diagnostische und therapeutische Endosonographie (mittels in die Speiseröhre, den Magen, den Dünn- oder Dickdarm eingeführter Ultraschall-Sonde) inkl. Endosonographie gestützter Interventionen

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