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Endoprothetik millimetergenau: Wenn der Patient vergisst, dass er ein künstliches Kniegelenk hat

Orthopädie - PROF. DR. DANIEL KENDOFF - Helios Klinikum Berlin-Buch

Mit dem roboter-assistierten System ROSA können die Ärzte beim Einsatz der Gelenke weitaus präziser arbeiten. Fotos: Helios Klinikum Berlin-Buch, Thomas Oberländer

Als erste Klinik im Nordosten von Berlin/Brandenburg arbeitet das Helios Klinikum Berlin-Buch mit einem Robotersystem für orthopädische Knieoperationen. Prof. Dr. med. Daniel Kendoff, Chefarzt vom Zentrum für Orthopädie/Unfallchirurgie, und sein Team können bei Gelenkersatz-Operationen auf die Hilfe von Roboter „ROSA“ zählen. Drei Fragen – drei Antworten für interessierte Patienten.

Warum kommen bei Knie-Endoprothetik-Operationen jetzt Roboter zum Einsatz?

Das Kniegelenk ist ein hochkomplexes System mit Knochen, Nerven, Sehnen, Bändern. Deshalb gelten Knieoperationen als schwierig. Studien zufolge sind rund 25 Prozent der Betroffenen nach herkömmlichen Knieoperationen mit ihrer Prothese nicht vollkommen zufrieden, klagen über Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Solche Begleiterscheinungen sollen künftig seltener vorkommen, weil bei Operationen mit Unterstützung künstlicher Intelligenz Kniegelenke individuell optimaler als bisher eingepasst werden können. Halbaktive Roboter gelten als die sicherste Form in der Robotik. Hier trifft die Praxiserfahrung der Operateure auf die Präzision der Roboter. Unser Ziel ist, dass der Patient nach der Operation schnell vergisst, ein künstliches Gelenk zu haben.
Prof. Dr. med. Daniel Kendoff und sein Team führen jährlich rund 1.400 Endoprothetik-Operationen durch
Prof. Dr. med. Daniel Kendoff und sein Team führen jährlich rund 1.400 Endoprothetik-Operationen durch
Wie funktioniert die roboterassistierte Operation?

Zuerst wird das Knie mit Röntgenaufnahmen individuell vermessen. Wir Orthopäden planen dann die Operation digital. Im Operationssaal werden sogenannte Tracker am Knie des Patienten angebracht – die Navigationseinheit erkennt sie und überträgt die räumliche Kniestellung sowie geplante Knochenschnitte an den Roboter. Am einarmigen Roboter können Werkzeuge befestigt werden, um den Knochen zu bearbeiten. Der Operateur führt mit seinen Händen selbst die Säge/Fräse und hat jederzeit Kontrolle. Der Roboter definiert millimetergenau Schnittebenen und Grenzen. Dadurch wird ein unkorrektes Sägen verhindert, Nerven, Gefäße oder Bänder am Knie besser geschützt. Am Ende der Knie-Operation kann noch einmal individuell die geplante Prothesen-Position und die korrekte Stabilität im Gelenk überprüft werden. Dabei hilft die Kontrollfunktion des Systems. Durch digitale Dokumentation wird die Operation sehr genau nachvollziehbar.

Roboter und Operateur im Team – was sind die Vorteile?

Das sind vor allem absolute Präzision und sehr geringe Fehleranfälligkeit. Mit robotergesteuerter Unterstützung wird das künstliche Kniegelenk millimetergenau eingesetzt. Die erforderliche Herstellung der geraden Beinachse im Kniegelenk sowie die korrekten Rotationen der Prothesenkomponenten können mithilfe der neuen Systeme sichergestellt werden. Wissenschaftliche Studien konnten zahlreiche positive Effekte nachweisen, wie beispielsweise ein geringeres Risiko für Revisionsoperationen, eine schnellere Rehabilitation und weniger Schmerzen nach der Operation. So wird die Zufriedenheit der Patienten mit ihrem künstlichen Gelenk nochmals gesteigert.
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Prof. Dr. Daniel Kendoff
Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie
Helios Klinikum Berlin-Buch

Schwanebecker Chaussee 50
13125 Berlin
Tel: (030) 94 01-12345
orthopaedie.berlin-buch@heliosgesundheit.de
www.helios-gesundheit.de/berlin-buch

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