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Extra: Toplagen in Berlins Süden

Berlins Süden: Quartier „Friedenauer Höhe“ mit Sozialwohnungen

Das Quartier „Friedenauer Höhe“ wird bis zu 1500 Wohnungen umfassen. Im ersten Bauabschnitt entstehen Sozialwohnungen

Die Innenhöfe der „Friedenauer Höhe“ sollen Ruhe bieten. FOTO: OFB PROJEKTENTWICKLUNG GMBH

Max Müller  

Zwischen Haupt- und Handjerystraße in Friedenau sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Der Untergrund ist vorbereitet, die Baustraße eingerichtet. Bis 2024 soll auf dem 60.000 Quadratmeter großen Areal ein neues Stadtquartier entstehen. 

Das neue Stadtquartier soll zu zwei Dritteln mit Wohnungen und einem Drittel mit Gewerbeeinheiten bebaut werden. 1500 Wohnungen, 550 Tiefgaragenstellplätze sowie eine Kindertagesstätte sind geplant. Das alles in einer grünen, ruhigen Umgebung – trotz der Nähe zum vielbefahrenen Innsbrucker Platz, der Stadtautobahn sowie der S-Bahntrasse. 

Abriegeln vom Lärm

Möglich macht es eine Blockbauweise. Ein ausgedehnter Riegel soll das Areal vor den Geräuschen des Verkehrs und dem Lärm des Großstadtgetümmels abschirmen. Nur zwischen den frei finanzierten, mehr als 1100 Wohnungen und den 245 Einheiten des geförderten Wohnungsbaus soll es in Höhe des künftigen Quartiersplatz West eine kleine Lücke geben. Ansonsten zieht sich der Bau durchgängig von der Hauptstraße bis fast an die Handjerystraße, was ihm bei manchem Friedenauer schon den spöttischen Spitznamen „Prora“ eingebracht hat, in Anlehnung an die langen Ostseeblöcke auf Rügen, die dereinst gebaut werden sollten.
„Die zukünftigen Bewohner erwartet ein urbanes, offenes Quartier mit großer Aufenthalts- und Lebensqualität zum Wohnen und Arbeiten“, sagt Yvonne Keller, Marketing-Leiterin der OFB Projektentwicklung GmbH, die als Tochterunternehmen der Landesbank Hessen-Thüringen zur Helaba Immobiliengruppe gehört. Zusammen mit dem Hamburger Traditionsunternehmen BÖAG realisiert die Gesellschaft die frei finanzierten Wohnungen. „Es wird großzügige, weitestgehend autofreie Park- und Spielplatzflächen geben, ebenso wie städtische Plätze mit gastronomischen Einrichtungen und kleinteiligem Gewerbe sowie einem Nahversorgungszentrum an der Hauptstraße“, so Keller.

Das Oasenfeeling findet sich tatsächlich in den Plänen wieder. Die meisten Wohn- und Schlafräume des bereits erwähnten Riegels mit seinen Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen gehen in Richtung Hof, zur Trasse hin gibt es vor allem die Küchen- und Badezimmerfenster. Zudem sollen diese Wohneinheiten mit Balkon, Garten oder Dachterrasse in Südrichtung ausgestattet werden. Auf dem Hof werden zusätzlich die größeren Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen in mehreren Blöcken errichtet. Zwischen den einzelnen Blöcken gibt es Spielflächen sowie einen Ruhegarten. Ein öffentlicher Radweg beschließt das Gelände am südlichen Ende. „Wir bauen von Westen nach Osten“, sagt Keller. „Der Baubeginn für die nächsten Baufelder ist noch für den Herbst geplant.“

Vermarktung folgt

Bevor jedoch die frei finanzierten Wohnungen angegangen werden, startet das Projekt „Friedenauer Höhe“ zunächst mit dem geförderten Wohnungsbau am westlichen Ende des Geländes, wo auch die Kita entstehen soll. Diese Gebäude werden vom niederländischen Unternehmen Ten Brinke Berlin GmbH Hochbau realisiert und später von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge übernommen.

Hier startet die Nettokaltmiete bei 6,50 Euro pro Quadratmeter. Wer später die frei finanzierten Wohnungen vermarktet, ist hingegen noch nicht bekannt, entsprechend gibt es auch noch keine Preise.
  
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