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Weiter gute Chancen für Existenzgründer

Die Region Berlin-Brandenburg bleibt mit Abstand die Nummer eins der deutschen Start-up-Szene

Vor Corona wuchs die Zahl der digitalen Start-ups. Auch ohne Großraumbüro dürften weitere folgen. FOTO: ALEX SAVA / GETTY IMAGES

Flache Hierarchien, flexibles Arbeiten und Raum für Ideen – Start-ups bieten für Gründer und Mitarbeiter viele Möglichkeiten. Und die Start-up-Szene in Berlin wächst weiter. Im aktuellen Kfw-Gründungsmonitor landet die Hauptstadt mit Abstand auf Platz eins.
Zwischen 2017 und 2019 begannen demnach jährlich 198 von 10.000 Erwerbsfähigen eine selbstständige Tätigkeit. Brandenburg landet mit 155 Gründungen von 10.000 Erwerbsfähigen auf Platz zwei vor Hamburg und Bayern. Als Ursache vermuten die Experten der Kfw, dass die gestiegenen Wohnkosten und Büromieten Berliner Gründer ins Umland treiben.

Für 2019 bilanziert die staatliche KfW eine Zunahme bei den innovativen Gründungen. Zudem stieg die Zahl der internetbasierten und digitalen Gründungen von 25 Prozent auf 32 Prozent beziehungsweise von 22 Prozent auf 28 Prozent.

„Der Trend zu mehr innovativen, digitalen und internetbasierten Gründungen ist positiv, denn sie kreieren neue Märkte, treiben den strukturellen Wandel voran und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW Bankengruppe. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gründungstätigkeit beurteilt sie gemischt. Auf der einen Seite dürften manche Gründer ihr Vorhaben aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage verschieben. Auf der anderen Seite werde die Zahl der Notgründungen steigen, von Menschen, für die keine andere Erwerbsmöglichkeit infrage kommt. JÖRN KÄSEBIER
  
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