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Themenwelten Berliner Morgenpost
Weihnachten genießen 2018

Welcher Silvestertyp sind Sie?

Bei den einen geht nichts ohne Bleigießen, die anderen tanzen durch die Nacht – den letzten Tag des Jahres feiert jeder auf seine Weise

Der Traditionalist kennt kein Pardon: Silvester ohne Partyhütchen? Undenkbar! FOTO: ISTOCKPHOTO/MEDIAPHOTOS

Nach den eher strengen Traditionen, in denen das Weihnachtsfest bei den meisten verläuft, bietet der Jahreswechsel deutlich mehr Platz für persönliche Vorlieben – rutschen darf jeder, wie ihm das Partyhütchen gewachsen ist. Welcher Typ sind Sie?

Der Frühplaner

Kaum verfärben sich die ersten Blätter zu Herbstlaub, macht sich der Frühplaner an die Arbeit. Das Bleigießen ist bereits am ersten Advent gekauft – da geht der Frühplaner kein Risiko ein! Versetzt dafür aber sich und sein Umfeld oft in Stress. Wer auf einer Almhütte feiern möchte, tut gut daran, einen Frühplaner zumindest in der Nähe zu wissen. Denn viele beliebte Silvesteroptionen müssen in der Tat langfristig geplant werden. Ertappt man sich selbst beim hektischen Wunderkerzenkauf im August, sollte man sich mit Freunden und Familie zunächst auf die ungefähre Art der Feier verständigen und gegebenenfalls Buchungen vornehmen – alle weiteren Details haben Zeit.

Der Einsiedler

Für den Einsiedler ist die Vorfreude auf Sekt und Feuerwerk ein Buch mit sieben Siegeln. Dieser Typus verkündet meist frühzeitig, dass der Jahreswechsel irrelevanter nicht sein könnte: das Essen überteuert, das Herumstehen in der Kälte irrwitzig und der Erwartungsdruck zu hoch. Der rationale Rutschmuffel zieht es vor, sich auf der Couch zu verbarrikadieren. Aber auch ein ruhiges, zurückgezogenes Silvester hat seinen Reiz und kann nach den Weihnachtsfeiertagen mitunter genau das Richtige sein. Zelebrieren Sie mit engen Freunden oder dem Partner zum Beispiel einen Spieleabend oder einen Filmmarathon.

Der Traditionalist

Der Traditionalist kann nicht ohne Fondue, Feuerwerk – und schon gar nicht ohne „Dinner for One“. Zaghafte Vorschläge, die von den eingeübten Klassikern abweichen, rufen fragende Blicke hervor. Denn der Traditionalist genießt Silvester in vollen Zügen: besorgt für alle Gäste Partyhütchen und ist Ansager beim Von-zehn-Herunterzählen. Der Traditionalist kennt kein Pardon, sorgt aber auch für gute Laune am Fonduetopf. Diese Silvestergattung möchte das Jahr einem immergleichen Ritual folgend verabschieden. Jedoch: Ein allzu strenges Protokoll kann anstrengend werden und lässt kaum Platz für spontane Ideen. Wer am liebsten ein klassisches Fest feiern möchte, sollte ein paar Prioritäten setzen, aber offen für Vorschläge anderer bleiben.

Der Wegfahrer

Weder Flüge zu Rekordpreisen noch Schneegestöber können den Wegfahrer davon abhalten, alle Jahre wieder fernab sozialer Verpflichtungen auf den Jahreswechsel anzustoßen. In der Sonne, auf der Skihütte oder am Times Square – für den Wegfahrer beginnt mit der Silvester- auch die Fluchtplanung. Schließlich ist der Rutsch bei sommerlichen Temperaturen theoretisch nur einen Langstreckenflug entfernt. Und ein Selfie vor Palmen hat noch jeden Daheimgebliebenen zumindest ein klein wenig neidisch gemacht. Der Fernrutsch gelingt aber auch eine Nummer kleiner: Ein Kurztrip aufs Land kann eine erholsame Alternative sein und bietet die Möglichkeit, vor dem Start ins neue Jahr noch einmal die Akkus fernab der Heimat aufzuladen.

Der Partyhopper

Der unverbindlichste Silvestercharakter ist selten Gastgeber, dafür stets gern gesehener Gast. Am liebsten hält sich der konditionierte Partyhopper bis zuletzt alle Türen offen und zieht nach dem Raclette-Essen weiter in eine Bar, nur um danach eiligst in ein Taxi zu hüpfen. Der schillernde Partylöwe hält nicht viel von Bräuchen, Hauptsache, Spaß und Stimmung stimmen – möglichst bis zum Morgengrauen. Wer sich partout nicht auf eine Einladung festlegen möchte, sollte das unbedingt offen kommunizieren, um Missverständnissen vorzubeugen. In größeren Städten sollte man zum Jahreswechsel zudem mit eingeschränkter Erreichbarkeit der Co-Hopper und Taxiunternehmen rechnen, denn die meisten Mobilfunknetze sind regelmäßig überlastet. Es schadet daher nicht, vorab eine grobe Route festzulegen und ein Outfit zu wählen, das bei allen Eventualitäten mitfeiert. Dann kann das neue Jahr kommen.

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