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Themenwelten Berliner Morgenpost
Wohnen am Wasser

Idyllisches Großstadtleben an der Havel

Spandau hat einen großen Pluspunkt: die zahlreichen Wasserlagen. Von denen sind allerdings viele bereits besetzt. Doch derzeit entstehen zahlreiche neue Bauprojekte mit unverbautem Blick auf die Flusslandschaft

Mit der Wasserstadt Spandau entsteht ein komplett neues Stadtquartier BUWOG GROUP

Schon von Weitem ist zu erkennen, was an der Hugo-Cassirer-Straße in Berlin-Spandau entsteht. Die „HavelPerle“ reckt sich immerhin 50 Meter in die Höhe. 76 Eigentumswohnungen „mit außergewöhnlichen Grundrissen“ und „unverbaubarem Weitblick über das Wasser“ sollen bis April 2019 in dem 16-stöckigen Hochhaus fertiggestellt werden. Ein ähnlich hohes Gebäude wird etwas weiter nördlich, an der Wasserstadtbrücke, errichtet. Im vergangenen Sommer fand die Grundsteinlegung für das 15-geschossige Hochhaus mit 66 Wohnungen zwischen 40 und 200 Quadratmetern sowie 22 Gewerbeeinheiten statt. Laut Eigenwerbung des Hamburger Projektentwicklers Fivestar Group entsteht mit „Deck One“ eine „ikonografische Architekturlandmarke: Die bis zu 77 Quadratmeter großen Terrassen sind wie ein Schiffsdeck angelegt“. Dies sind nur zwei von unzähligen Bauprojekten, die derzeit in Spandau realisiert werden. In dem im äußersten Westen Berlins gelegenen Bezirk wird so viel gebaut, saniert und umgenutzt, dass man fast den Überblick verliert. Ein Grund dafür ist, dass die Stadt angesichts des Bevölkerungswachstums immer neue Wohngebiete erschließen muss. Zum anderen bietet der Stadtteil viel Potenzial – vor allem wegen seiner zahlreichen Wasserlagen.

Spandau wächst also rasant. Der Bezirk will deshalb bis 2021 mehr als 13.100 neue Wohnungen genehmigen. Das mit Abstand größte Vorhaben ist die „Inselstadt Gartenfeld“ auf dem verwaisten Siemensgelände am Alten Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal. Allein hier sollen 3700 Wohnungen entstehen – allerdings erst, wenn der Flughafen Tegel die Pforten schließt. In ähnlicher Schwebe befinden sich weitere Planungsspiele. Aber es gibt auch eine Reihe von Projekten, bei denen es definitiv schon bald losgeht. Häufig handelt es sich dabei um Umnutzungen ehemaliger Industrieoder Gewerbeflächen – wie etwa bei einem Projekt des österreichischen Immobilienentwicklers Buwog. Die Gruppe investiert 220 Millionen Euro in ein groß angelegtes Projekt an der Havel: Auf dem Gelände des ehemaligen Heeresverpflegungsamtes an der Parkstraße soll das Wohnquartier „SpeicherBallett“ mit Wohnungen, Kindertagesstätte und Spielplätzen entstehen. Zwei der drei denkmalgeschützten, verfallenen Speichergebäude werden laut Pressesprecher Michael Divé „behutsam und zeitgemäß saniert“. Insgesamt 600 Wohneinheiten sollen entstehen, der Auftakt für den ersten Bauabschnitt ist für diesen Juli avisiert. Auf Neueigentümer warten 82 Wohnungen, alle mit Blick auf die Havel sowie Balkon, Terrasse oder Privatgarten. Der Vertrieb der Einheiten steht bereits in den Startlöchern.

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