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Themenwelten Berliner Morgenpost
Ausbildung & Studium 2020/2021

Immer mehr Auswahl an Berliner Unis und Hochschulen

Zum Wintersemester 2020/21 wird es zahlreiche neue Studiengänge geben. Zwei Hochschulen wollen ein Pflegestudium anbieten

Neuer Lehramtsstudiengang: Türkischlehrer bildet die FU Berlin bald vor Ort aus. FOTO: WAVEBREAKMEDIA / ISTOCK

Dagmar Trüpschuch 

Mit vier Universitäten, der Charité Universitätsmedizin, fünf staatlichen und zwei konfessionellen Hochschulen, drei Kunsthochschulen und 27 staatlich anerkannten privaten Hochschulen hat Berlin eine vielfältige Bildungslandschaft. Allein die vier Universitäten bieten insgesamt rund 700 Bachelor- und Masterstudiengänge an. Und jedes Semester kommen neue Studiengänge hinzu oder werden aktualisiert.

Neue Bachelor-Studiengänge zum Wintersemester (WiSe) 20/21 planen die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), die Alice-Salomon-Hochschule (ASH), die Freie Universität Berlin (FU) und die Charité Universitätsmedizin, neue Master-Studiengänge die Technische Universität (TU) Berlin und die Universität der Künste (UdK). Die Humboldt-Universität zu Berlin wird ihren Bachelorstudiengang „Bildung an Grundschulen“ aktualisieren.
Die HTW Berlin bietet mehr als 70 Studiengänge in den Bereichen Technik, Informatik, Wirtschaft, Recht, Kultur und Gestaltung an. Zum WiSe 20/21 soll es einen neuen Bachelor-Studiengang mit dem Arbeitstitel „IT-Sicherheitsmanagement“ geben. Ein zukunftsweisender Studiengang, in dem die Studierenden lernen, IT-Sicherheit in Unternehmen zu verwalten und zu verankern.

Neue Studiengänge an der HU und FU

Die ASH bietet sieben grundständige Bachelorstudiengänge und neun weiterbildende Masterstudiengänge an. Die Schwerpunkte des Studiums sind Soziale Arbeit, Erziehung, Bildung und Gesundheit. Zum kommenden Wintersemester soll der primärqualifizierende Bachelorstudiengang Pflege an den Start gehen. Das Besondere am Studiengang Pflege ist der doppelte Abschluss. Nach acht Semestern haben Studierende sowohl den Bachelor of Science sowie den Abschluss Pflegefachkraft mit staatlicher Anerkennung erworben. Im Studium lernen die Studierenden wissenschaftliche Kenntnisse in der Pflege anzuwenden und kritisch zu reflektieren, hochkomplexe pflegerische Bedürfnisse und Bedarfe zu ergründen sowie pflegerische Maßnahmen zu planen, durchzuführen und zu überprüfen.

Auch die Charité – Universitätsmedizin Berlin, an der rund 7500 Studierende darauf vorbereitet werden, die Medizin von morgen zu gestalten, reagiert auf den aktuellen Pflegenotstand und wertet den Pflegeberuf mit einem akademischen Grad auf. Zum WiSe 20/21 soll der primärqualifizierende Bachelorstudiengang Pflege starten, der die Studierenden zur eigenverantwortlichen und professionellen Ausübung der Pflege befähigt. Der achtsemestrige Studiengang professionalisiert sie für die allgemeine Pflege von Menschen aller Altersgruppen in verschiedenen pflegerischen Einrichtungen. Auch er führt zum akademischen Grad Bachelor of Science und gleichzeitig zum Erwerb der staatlichen Berufszulassung im Gesundheitsfachberuf Pflegefachfrau oder Pflegefachmann.

Die Humboldt-Universität zu Berlin aktualisiert ihren Bachelorstudiengang „Bildung an Grundschulen“. Der Bachelorkombinationsstudiengang besteht aus einem Kernfach, einem Zweitfach und professionsbezogenen Studienanteilen. Drei Fächer werden miteinander kombiniert. Zu den bereits zur Wahl stehenden Studienfächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Sport, Sonderpädagogik und Sonderpädagogik mit dem Schwerpunkt Gebärdensprachpädagogik/Hören und Kommunikation kommen ab dem WiSe 20/21 mit Islamische, Katholische und Evangelische Theologie drei neue Studienfächer hinzu.

Einen neuen Bildungsstudiengang bietet die FU Berlin an. Möglichst schon zum WiSe 20/21 soll es einen Studiengang zum Türkischlehrer geben. Bisher wurden Türkischlehrer direkt von der Türkei nach Deutschland entsandt und über die Konsulate vermittelt. Bereits 2017 hatten sich alle Fraktionen dafür ausgesprochen, einen eigenen Lehramtsstudiengang einzurichten, um mögliche Einflussnahme der Türkei zu verhindern.

Wer einen Bachelor in den Ingenieurs-, Lebens-, Kultur- und Geisteswissenschaften machen möchte, hat gute Aussichten mit dem Abschluss an dem neuen konsekutiven Masterstudiengang „Design and Computation“ teilzunehmen, der gemeinsam von der TU Berlin und der UdK aufgelegt werden soll. Im Fokus steht der Einfluss technischer Innovationen auf gestalterische Praxis sowie deren Wechselwirkung mit gesamtgesellschaftlichen Prozessen.

Der konsekutive Masterstudiengang „Civil Systems Engineering“ an der TU Berlin könnte für die interessant sein, die heute Bauingenieurwesen oder Architektur studieren möchten. Hier wird wissenschaftliche Methodenkompetenz für die zielgerichtete Einführung von digitalen Methoden in die komplexen Entwurfsprozesse für urbane Infrastruktur gelehrt.
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