Anzeige
Themenwelten Berliner Morgenpost
Toplagen in Berlins Osten

Immobilien in Berlins Osten Mahlsdorf, Biesdorf und Kaulsdorf

Immobilien in Mahlsdorf, Biesdorf und Kaulsdorf sind bei Familien begehrt

Auf den früheren Feldern in Marzahn-Hellersdorf entstanden viele Ein- und Zweifamilienhäuser. FOTO: SOEREN STACHE / PA

Jörn Käsebier   

Ein eigenes Haus – Familien, die sich diesen Wunsch in Berlin erfüllen möchten, zieht es gern nach Mahlsdorf, Biesdorf oder Kaulsdorf. Diese drei alten Dörfer im Bezirk Marzahn-Hellersdorf bilden das größte zusammenhängende Ein- und Zweifamilienhausgebiet der Stadt. Zuletzt ist es aber deutlich schwieriger geworden, dort eine Immobilie zu bekommen.

„Die Preise sind extrem gestiegen. In den vergangenen Jahren haben sich allein die Bodenrichtwerte fast verdoppelt“, sagt Vivien Hermel, Immobilienmaklerin im Verband IVD Berlin-Brandenburg. Außerdem sind die freien Flächen deutlich geringer geworden. Und auch die Lösung, große Grundstücke zu teilen, um auf der zweiten Hälfte ebenfalls ein Haus zu errichten, ist immer seltener umzusetzen.

„Besonders für größere Familien gibt es nur noch wenige Angebote“, meint Sabine Meißner, Immobilienberaterin bei der LBS Immobilien GmbH Nord- West. Bei den größeren Bauvorhaben handle es sich aktuell eher um Geschosswohnungsbau.

Das heißt aber nicht, dass nicht auch Ein- und Zweifamilienhäuser oder Doppelhaushälften auf den Markt kommen. „Natürliche Fluktuation“ nennt man es, wenn Immobilien nach einer Scheidung, dem Wegzug oder Tod der Bewohner den Eigentümer wechseln. Die frei werdenden Objekte sind heiß begehrt.
Buwog Group
So mancher Interessent plant da schon Jahre im Voraus. Ältere Immobilienbesitzer veräußern ihr Haus, sichern sich aber ein lebenslanges Wohnrecht. Bei den Käufern handelt es sich zumeist um Nachbarn. „Eltern erwerben auf diesem Weg ein Haus für ihre Kinder, in dem diese später mit der eigenen Familie leben können“, so Meißner.

Es sind jedoch nicht nur Einheimische, die den Markt nach Gelegenheiten durchforsten. Viele Berliner aus Innenstadtlagen zieht es ins Grüne, aber auch von außerhalb ziehen Familien zu. Denn die attraktive Umgebung mit den Kaulsdorfer Seen und dem Tierpark bietet zusätzlichen Anreiz. Für Hermel sind Mahlsdorf, Biesdorf und Kaulsdorf „die schönsten Lagen Berlins“. Doch auch sie, die vor Ort aufgewachsen ist und hier ihre Firma „Living in Berlin“ betreibt, sieht zum Teil Verbesserungsbedarf. Denn die Infrastruktur ist nicht mit der Bevölkerungszahl mitgewachsen. „Zur Rushhour ist extrem viel Verkehr. Die Straßen sind zu wenig ausgebaut und zum Teil in schlechtem Zustand“, sagt Hermel. Auch das Angebot beim öffentlichen Nahverkehr sei zu klein. Und während die Zahl der Kita-Plätze noch gerade ausreicht, sieht es bei den Schulen schon schlechter aus.

Die drei Ortsteile werden dennoch weiterhin Familien anziehen. Und wenn in den kommenden Jahren Bauland frei wird, etwa auf Flächen, die bislang Kleingärten vorbehalten sind, werden sie hoffen, dass neue Eigenheime entstehen. Am liebsten natürlich mit Garten.
Weitere Artikel