Anzeige
Themenwelten Berliner Morgenpost
Immobilien 

Kein Zaun – das ist Freiheit“

Regisseur Detlev Buck ist mit Andrea Willson befreundet und hat sie besucht

Produzent Detlev Buck ELENA BOTHOR/ ©MATHIASBOTHOR 2017
Produzent Detlev Buck ELENA BOTHOR/ ©MATHIASBOTHOR 2017
Detlev Buck ist Regisseur, Schauspieler und Produzent. Er ist mit Andrea Willson befreundet, arbeitet mit ihr zusammen und kennt ihr Haus von Besuchen. Roland Mischke sprach mit ihm.

Berliner Morgenpost: Was haben Sie empfunden, als Sie zum ersten Mal das Grundstück von Andrea Willson betreten haben?

Detlev Buck: Es ist eine Kunst, ein altes Haus, das nur noch eine Ruine war, so zu renovieren, dass es aussieht, als sei es immer schon so gewesen. Nun ist es ein gastfreundliches Haus geworden, das man so hinter der Hecke nicht vermutet hätte. Man kommt einfach gerne immer wieder.

Fangen Sie dann als Mann des Films sofort an zu imaginieren? Wie Pferde die Kutschen hereinziehen? Wie sie riechen, schnaufen und mit den Hufen aufstampfen? Oder ist diese Epoche schon zu lange her?

Na, das ist doch viel zu lange her. Es riecht ja auch nicht mehr nach Pferd. Nicht mal Bozer, der Hund von Andrea Willson, riecht auffällig, wenn er abends vom Auslauf zurückkehrt. Da gibt es ein kurzes Anschnüffeln des Fremden, der danach eher ignoriert wird. Dieser Hund ist ganz auf sein Frauchen fixiert, die beiden sind ein gutes Team.

Das Kopfsteinpflaster vor und im Eingangsbereich des Hauses ist nicht das Original, sondern ein Nachbau. Ist das authentisch? Das Kopfsteinpflaster ist aber dennoch altes Material. Es ist schön, dass es wieder verlegt worden ist.

Welchen Eindruck übt das Fachwerk im Obergeschoss des Hauses, eine urdeutsche Bauart, auf Sie aus? Und ist es richtig, dass auf der Gartenseite das Fachwerk an einer Seite nur aufgemalt ist?

Das fällt eigentlich gar nicht so auf, mir macht das nichts aus. Ich finde, dass es so, wie es ist, gut aussieht.

Wie finden Sie den großen Raum mit der offenen Küche auf der einen und dem Kamin auf der anderen Seite?

Andrea ist eine hervorragende Köchin. Ich schätze sehr, wie sie das macht. Beim ersten Besuch hab ich mich erst mal gefreut, dass die Küche direkt im Wohnzimmer steht. Eine richtige Wohnküche, in der wir übrigens auch für unseren Film „Wuff“ gearbeitet haben. Der Tisch war bei Andrea reich gedeckt mit einem reichhaltigen Frühstück. Ich konnte mich gar nicht satt essen an dem super schmeckenden Landbrot von Andreas Freundin Sarah Wiener. Ich wechselte sogar nach süß wieder auf salzig, so gut schmeckte das in diesem herrlichen Ambiente.

Was erleben Sie, wenn Sie durch den großen Garten mit den altehrwürdigen Bäumen laufen?

Es ist alles so schön grün bewachsen. Mir gefällt, dass der riesige Garten ohne Zaun zum Nachbargrundstück verläuft und von dort einfach weitergeht. Das ist Freiheit. Das ist ja auch toll für Hunde! Man kann mit einem Tennisschläger den Ball schlagen, sodass Bozer locker 50 Meter sausen kann, um den Ball zu schnappen. Und dann auch noch diese tolle Abkürzung zum See.

Wie gefällt Ihnen das Obergeschoss im Innenhaus?

Bis dahin bin ich leider nicht gekommen.

Älteste Pfostenbauweise

Fachwerk: Das Fachwerkhaus ist die hierzulande bekannteste Verwendung von Holzfachwerk im Hochbau. Als Bauholz wird in der Regel Rundholz eingesetzt. Das Holzskelett wird bei horizontaler Aufsteifung zimmermannsmäßig mittels schräg eingebrachter Streben aufgebaut. Danach werden die Zwischenräume ausgefüllt, traditionell mit einem lehmverputzten Holzgeflecht oder mit Mauerwerk. Die älteste Pfostenbauweise wurde schon in primitiver Form in der Frühzeit angewendet. Das Fachwerk kennt verschiedene Schmuckformen.

Der Fluss: Die Havel ist ein Fließgewässer, ein Nebenfluss der Elbe, an einigen Stellen wird aus dem Wasser der Havel ein See – wie in Potsdam der Jungfernsee. Dort steht die Heilandskirche mit dem frei stehenden Glockenturm, von 1961 bis 1989 war sie militärisches Sperrgebiet. Als Naturschutzgebiet gilt der Königswald. Die Landschaft wurde geprägt von der Eiszeit, bei der die Seenketten entstanden: Havel, Wannsee, Glienicker See, Sacrower See, Lehnitzsee und Neu Fahrlander See. Hier gibt es Wander- und Radwege durch dichte Bewaldung.
Weitere Artikel