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Einkaufen in Berlin

Die meisten Wohnungen bieten private Bauherren an. So finden Sie den richtigen

Viele zentral gelegene Wohnungen wie die Jessner Höfe in Friedrichshain werden von Bauträgern realisiert. W&N IMMOBILIENVERTRIEBSGMBH

Berlin wächst, die Nachfrage nach Wohnungen auch. Bauträger spielen bei der Schaffung neuen Wohnraums eine wichtige Rolle. Bei 15.535 Wohnungen, die 2017 in Berlin fertiggestellt wurden, war laut aktuellem Jahresbericht des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) in 11.067 Fällen ein privates Unternehmen der Bauherr.

Bauträger bauen in den beliebten Innenstadtbezirken wie Mitte mit derzeit etwa 20 Projekten, in Friedrichshain und Prenzlauer Berg. Auch der innerstädtische Westen der Hauptstadt wie Charlottenburg oder Wilmersdorf mit dem Maximilians Quartier in der Forckenbeckstraße oder Zenith an der Spichernstraße sind begehrt.

Doch auch für gut vernetzte Bauträger werden die bebaubaren Flächen in der Innenstadt knapp. Deshalb rückt auch die Peripherie zunehmend in ihren Fokus. Besonders begehrt sind Wasserlagen. So wurde etwa in den letzten Jahren die Humboldt-Insel in Tegel mit Stadtvillen, Reihenhäusern und Eigentumswohnungen bebaut. Auch Living Spree in Köpenick ist ein beliebtes neues Wohnprojekt am Wasser. Und Projekte wie „Wohnen an den Gärten der Welt“ mit 349 Einheiten, die Häuser und Wohnungen am Golfplatz in Kladow und das Quartier „Grüne Aue Biesdorf“ mit 80 Einfamilienhäusern und 36 Eigentumswohnungen zeigen, dass Randlagen für Bauträger wie Käufer attraktiv sind.

Die große Auswahl an Projekten und Bauträgern in Berlin machen dem potenziellen Immobilienkäufer die Entscheidung nicht leicht. Der BFW zählt allein in Berlin gut 80 Bauträger zu seinen Mitgliedern. „Die Kunden suchen sich in allererster Linie zunächst die richtige Immobilie und lernen darüber dann den für sie passenden Bauträger kennen“, sagt Christian Neumann, geschäftsführender Gesellschafter der Verimag Vertriebs- und Marketinggesellschaft mbH, die häufig die Vermarktung für Bauträger übernimmt.


Viele Bauträger haben sich auf bestimmte Segmente spezialisiert, etwa den Bau von Stadtvillen oder Eigentumswohnungen in teuren oder eben nicht so teuren Lagen, in der Innenstadt oder am Stadtrand. Häufig haben die Bauträger eine gewisse Lieblingsarchitektur, die sich bei ihren Vorhaben wie eine eigene Handschrift durchzieht. Wenn diese dem Käufer gefällt, dann findet er bei den Vorhaben desselben Bauträgers meistens seinen Geschmack auch bei mehreren Projekten wieder. Stimmen dann auch noch Qualität und Preis, spricht nichts dagegen, sich an einen bestimmten Bauträger zu binden.

Für Interessenten lohnt es sich, im Vorfeld genauere Erkundigungen einzuholen. Erste Informationen bringt oft schon eine schnelle Internetrecherche. Auch eine Wirtschaftsauskunft über die Solvenz des Bauträgers empfiehlt sich.

Vor allem aber sind Referenzen und Bewertungen entscheidende Kriterien: „Man sollte sich unbedingt ältere Vorhaben als Referenz zeigen lassen“, empfiehlt Neumann. Dabei geht es nicht nur um Beschreibungen und Fotos. Es lohnt sich auch, realisierte Objekte des Bauträgers zu besuchen und sich bei Eigentümern über deren Zufriedenheit und den generellen Zustand des Objekts zu erkundigen.

Bauträger des Vertrauens

„Oft werden zufriedene Käufer dann auch selbst zum Empfehlungsgeber und empfehlen potenziellen Erwerbern und Kunden ,ihren‘ Bauträger“, so Neumann. Auch dass zufriedene Käufer bei ein und demselben Bauträger mehrmals „zuschlagen“ – etwa erst ein Reihenhaus für sich, später eine Eigentumswohnung als Kapitalanlage oder für die Kinder kaufen –, hat Neumann schon erlebt.

Ein Hinweis auf Seriosität des Bauträgers können zudem unabhängige Qualitätszertifikate sein. Auch die Immobilienvermarkter stellen in der Regel die Bauträger auf den Prüfstand, mit denen sie zusammenarbeiten. „Wir schauen uns neue Projektpartner genau an, weil die hundertprozentige Identifikation mit dem Produkt und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bauträger auch im Sinne unserer Erwerber und Kunden unser oberstes Ziel ist. So ist es bei begründeten Zweifeln auch schon vorgekommen, dass wir uns gegen einen Bauträger entschieden haben“, betont Neumann.
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