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Themenwelten Berliner Morgenpost
Last-Minute-Ausbildung 2019

Bau Berlin und Brandenburg zu Ausbildungsplätzen und Förderprogrammen

Gebaut wird immer und überall. Doch auch hier fehlen die Fachkräfte. Bei zwölf Bauberufen ist die Auswahl jedoch groß

FOTOS: ROBERTSROB; FILMFOTO; QWEDSFHY/ISTOCK

Uwe Lehmann 

Gebaut wird immer. Vor allem in Berlin steigt die Bautätigkeit von Jahr zu Jahr. So wird bis 2030 von einem Bedarf von knapp 200.000 neuen Wohnungen ausgegangen. Zwar hat die Berliner Bauwirtschaft ihre Kapazitäten seit 2006 praktisch verdoppelt, trotzdem wird diese Vorgabe kaum zu erreichen sein. Denn wie in anderen Branchen macht sich auch auf dem Bau der Fachkräftemangel bemerkbar. Bis zu 40 Prozent der Unternehmen können ihre freien Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen, obwohl die Zahlen eigentlich positiv aussehen.

„Das Berliner Bauhauptgewerbe verzeichnete zum Ausbildungsbeginn im Herbst 2018 erneut eine Zunahme neu abgeschlossener Ausbildungsverträge. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir eine Steigerung um 25 Prozent erzielen. Mit 258 neuen Auszubildenden haben wir zudem die höchste Zahl von Berufsstartern seit 2001. Insgesamt haben wir derzeit gut 560 Auszubildende vom ersten bis zum dritten Ausbildungsjahr“, erläutert Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e. V. Doch obwohl seit einigen Jahren die Zahl der Auszubildenden wächst – unter anderem durch Förderprogramme wie „Startklar für Ausbildung“ – sei noch deutlich Luft nach oben, so Schreiner. Denn in den nächsten Jahren werden altersbedingt viele Fachkräfte in Rente gehen. Um die Zahl auszugleichen, müssen noch mehr Auszubildende her. „Dabei sind Bauunternehmen attraktive Arbeitgeber. Sie bieten sichere Jobs, eine solide Ausbildung und gute Löhne“, weiß die Hauptgeschäftsführerin.
Tiefbauer und Maurer sind am beliebtesten

Das Berufsförderungswerk der Fachgemeinschaft Bau (Lehrbauhof Berlin) ist das überbetriebliche Ausbildungszentrum, in dem Auszubildende praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten ihres Berufs und angrenzender Berufe vermittelt bekommen. Ausgebildet wird in zwölf Bauberufen (mehr Infos unter https://lehrbauhof-berlin.de/de/ausbildung/ausbildungsbetriebe/). Die meisten Jugendlichen machen eine Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter, gefolgt von der Ausbildung zum Maurer und zum Zimmerer.
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FOTO: IMAGO
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Kanalbauer/in

Zum Aufgabenfeld der Kanalbauer/innen gehört das Verlegen von Rohren und Grundleitungen und der Bau von Entwässerungsanlagen und -schächten. Bei der Arbeit kommt u. a. moderne Laser- und Nivelliertechnik zum Einsatz.

FOTO: LARS BERG/IMAGO
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Maurer/in

Maurer sind die Alleskönner am Bau. Sie errichten Rohbauten und setzen bestehende Gebäude instand. Sie erstellen Fundamente, Mauerwerk und Putze. Außerdem bauen sie Dämmstoffe für Brand-, Schall- und Wärmeschutz ein.

FOTO: JENS WOLF / PA
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Rohrleitungsbauer/in

Rohrleitungsbauer erstellen Leitungssysteme und Druckleitungen unterschiedlichen Durchmessers für Wasser, Öl und Gas und sorgen für deren Instandhaltung. Dabei arbeiten sie mit modernen, computergestützten Maschinen.

FOTO: FRANKHOERMANN/SVEN SIMON/IMAGO
FOTO: FRANKHOERMANN/SVEN SIMON/IMAGO
Beton- und Stahlbetonbauer/innen

Beton- und Stahlbetonbauer stellen Schalungen für Betonteile sowie Betonelemente her. Außerdem sind sie für die Bewehrung, also das tragende Gerüst im Beton zuständig. Sie arbeiten sowohl im Tief- als auch im Hochbau.

OTO: DIETER MOEBUS/PA
OTO: DIETER MOEBUS/PA
Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/innen

Fliesen-, Platten- und Mosaikleger haben vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Sie verkleiden Wände, Treppen, Terrassen und Balkone mit keramischen oder natürlichen Materialien. Dazu zählen auch Marmor und Granit.

FOTO: WESTEND61/IMAGO
FOTO: WESTEND61/IMAGO
Zimmerer/Zimmerin

Zimmerer errichten Dach- und Fachwerkkonstruktionen aus Holz, aber auch Treppen und Wandelemente. Sie arbeiten im Wohnungsneubau, im Innenausbau wie auch in der Sanierung von historischen Bauten.

FOTO: ARNO BURGI//PA
FOTO: ARNO BURGI//PA
Straßenbauer/in

Straßenbauer haben vielfältige Aufgaben. Diese reichen vom Pflastern von Gehwegen bis hin zum Erstellen von Straßendecken, Flugplätzen und Entwässerungsrinnen aus Asphalt und Beton.

FOTO: PANTHERMEDIA/IMAGO
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FOTO: ILKERCELIK/ISTOCK
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Hochbaufacharbeiter/in

Hochbaufacharbeiter mit dem Schwerpunkt Maurerarbeiten stellen Mauerwerk her, betonieren Wände und Decken oder bauen Stahlbetonfertigteile ein. Hochbaufacharbeiter mit dem Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten errichten dagegen Schalungen und stellen Stahlbewehrungen für Beton her.

FOTO: F. MICHAËL/ISTOCK
FOTO: F. MICHAËL/ISTOCK
Ausbaufacharbeiter/in

Ausbaufacharbeiter sind Multitalente im Innenausbau. Wenn der Rohbau steht, bauen sie die Gebäude aus und übernehmen je nach Schwerpunkt Zimmer- oder Stuckarbeiten, verlegen Fliesen oder montieren Trockenbauelemente.

JENS WOLF/PA
JENS WOLF/PA
Tiefbaufacharbeiter/in

Tiefbaufacharbeiter erstellen Baugruben, Gräben sowie Verkehrswege und Verkehrsflächen und bauen Ver- und Entsorgungssysteme ein. Dabei können sie im Neubau oder in der Sanierung tätig sein. Es gibt verschiedene Ausbildungsschwerpunkte: Straßen-, Rohrleitungs- und Kanalbauer/in.

FOTO: PANTHERMEDIA / IMAGO
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Trockenbaumonteur/in

Trockenbaumonteure errichten Wände aus Gipskarton und Gipsfaserplatten. Damit können sie auch ungewöhnliche Formen wie zum Beispiel Rundbögen herstellen. Bei ihrer Arbeit berücksichtigen sie Maßnahmen für den Wärme-, Kälte-, Schall-, Brand- und Strahlenschutz.
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