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Themenwelten Berliner Morgenpost
EXTRA: AUSBILDUNG & STUDIUM 2021/2022

Gut aufgestellt für die Branchen der Zukunft

Die Digitalisierung verändert den Arbeitsmarkt und zahlreiche Berufsfelder von Grund auf. Wer bereits mit der Wahl seiner Ausbildung auf Innovation setzt, ist bestens gerüstet für einen Job am Puls der Zeit. Aber welche neuen Berufsausbildungen und Studiengänge sind besonders zukunftsträchtig? Im Folgenden eine kleine Auswahl

Studiengang „Management und Versorgung im Gesundheitswesen“ 

Die Bereiche Pflege und gesundheitliche Versorgung sind mittlerweile auch in Deutschland weitestgehend akademisiert. Ein Studium ist Voraussetzung für eine Tätigkeit als Pflegedienstleitung oder im Qualitätsmanagement. Optimal ist, wenn auch noch eine berufliche Ausbildung abgeschlossen wurde. An der Alice Salomon Hochschule qualifizieren nunmehr elf Berufsabschlüsse für das Studium, beispielsweise Kranken- und Altenpflege oder Physiotherapie. Die Studierenden lernen in sechs Semestern unter anderem Instrumente der qualitativen und quantitativen Forschung, weitere Schwerpunkte sind Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie Controlling und Personalmanagement. Die theoretischen Inhalte werden während des studienbegleitenden Praktikums angewendet und vertieft.

Das Fach in einem Satz: Absolventen übernehmen Managementaufgaben im gesundheitlichen Bereich.
Voraussetzungen: Abgeschlossene Berufsausbildung im gesundheitlichen Bereich
Abschluss: Bachelor of Science
Mehr Infos zum Fach und zur Bewerbung: Alice Salomon
Hochschule www.ash-berlin.eu
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Studiengang „Digital Administration und Cyber Security“

Während des ersten Lockdowns fiel auf, dass bei der Digitalisierung hierzulande noch deutlich Luft nach oben ist. Zahlreiche Anliegen wie Ummeldung nach dem Umzug konnten nicht im Netz vorgenommen werden. Das Studium „Digital Administration“ soll dem zukünftig entgegenwirken. Die Studierenden entscheiden sich zuerst für eine Behörde für ihr Praktikum, beispielsweise das Auswärtige Amt, das Bundesamt für Verfassungsschutz oder das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Da es sich um ein duales Studium handelt, werden Studierende Beamte auf Zeit und erhalten eine monatliche Vergütung von 1500 Euro. Neben dem Lernen des Programmierens sieht das Curriculum beispielsweise verwaltungsrechtliche Kurse vor. Diese finden an der Hochschule in Brühl statt, wo die Studierenden einen Platz im Wohnheim in Anspruch nehmen können. Nach dem Diplom erfolgt in der Regel die Übernahme durch die Berliner Behörde und ein unbefristetes Beamtenverhältnis.

Das Fach in einem Satz: Absolventen setzen digitale Verwaltungsprozesse um und sind dabei auf die Einhaltung von Cyber-Sicherheits-Standards spezialisiert.
Voraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife
Besonderheit der Zulassung: Zulassungsverfahren nicht über NC, sondern über Online-Test und mündliches Bewerbungsgespräch
Abschluss: Diplom-Verwaltungswirt/in
Mehr Infos zum Fach und zur Bewerbung: Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung
www.hsbund.de
  
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Studiengang „Gartenbauliche Phytotechnologie“

Den Schwerpunkt des Studiengangs bilden die Rahmenbedingungen für die gesteuerte und umweltschonende Pflanzenproduktion sowie für die Pflanzenverwendung. Die Absolventen übernehmen somit als Phytotechnologen eine wichtige Funktion bei der Konzeption von vegetationstechnischen Systemen in urbanen Gebieten. Studierende lernen pflanzenphysiologische Grundlagen, Kenntnisse zu Bodenbeschaffenheit und Pflanzenernährung, Wechselwirkungen zwischen der Pflanze und ihrer Umgebung sowie phytomedizinische Maßnahmen zur Sicherung der Pflanzengesundheit. Neben Obst und Gemüse stehen weitere Nutzpflanzen, etwa unterschiedliche Gehölze, im Vordergrund, die in den urbanen Raum integriert werden. Die Module des Studiums beinhalten neben naturwissenschaftlichen Inhalten auch betriebswirtschaftliche, was in Kombination mit der Praxisnähe den Berufseinstieg erleichtert.

Das Fach in einem Satz: Absolventen setzen sich mithilfe ingenieurwissenschaftlicher Methoden im professionellen Rahmen mit der Aufzucht und dem Einsatz von Nutzpflanzen auseinander.
Voraussetzungen: Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung. Ein fachbezogenes Praktikum wird jedoch empfohlen.
Abschluss: Bachelor of Science
Mehr Infos zum Fach und zur Bewerbung: Beuth Hochschule für Technik Berlin
www.beuth-hochschule.de
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Ausbildung „Technische/-r Systemplaner/-in“

Früher saßen technische Zeichner über dem Millimeter-Papier, auf dem sie mit dem Bleistift Modelle entwarfen. Heute wird mithilfe von Computerprogrammen gearbeitet. Auszubildende können zwischen drei Richtungen wählen: Bei den Elektrotechnischen Systemen spielen Herstellung, Montage und Betrieb von energie- und informationstechnischen Anlagen eine Rolle. In der Fachrichtung Stahl- und Metallbautechnik entwerfen die Auszubildenden technische Zeichnungen und Modelle von Bauteilen für Werkstätten und Baustellen. Darüber hinaus gibt es den Bereich der Versorgungs- und Ausrüstungstechnik, in der die Montage von Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung vorbereitet wird. Neben technischen Zeichnungen erfolgt auch die exakte Berechnung der Größe von einzelnen Bauteilen, die Auswahl von Werkstoffen und die Bestimmung der Montagetechnik.

Die Ausbildung in einem Satz: Nach Abschluss der Ausbildung kann die Herstellung einzelner Bauteile bis zum Betrieb komplexer Anlagensystem exakt geplant werden.
Voraussetzungen: Schulabschluss, mindestens MSA
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Mehr Infos zum Fach und zur Bewerbung: IHK Berlin
www.ihk-berlin.de
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Studiengang „Zukunftsforschung“

Wer glaubt, die Zukunft genau voraussagen zu können, schaut wahrscheinlich in die Glaskugel. Damit hat die akademische Zukunftsforschung jedoch nichts zu tun. Der interdisziplinäre Studiengang untersucht mit wissenschaftlichen Methoden Zukunftsbilder in unterschiedlichen Feldern. Sehr vereinfacht gesagt: In der Wirtschaft spielt der Gewinn eine Rolle, in der Politik die Erlangung oder der Erhalt der Macht, während die Gesellschaft nach Partizipation strebt. Ab dem zweiten Semester spezialisieren sich Studierende auf eines dieser Felder und untersuchen dortige Entwicklungstendenzen. Sie beschäftigen sich damit, welche Aussagen über zukünftige Entwicklungen in den einzelnen Felder möglich und was für Gestaltungsprozesse in einem festgelegten Zeitraum notwendig sind. Praktika bei beispielsweise Automobilherstellern, Unternehmensberatungen oder Bundesbehörden vertiefen die Verständnisprozesse.

Das Fach in einem Satz: Die Absolventen verfügen über Instrumente zu Prognosen in einem bestimmten wirtschaftlichen, politischen oder gesellschaftlichen Subsystem.
Voraussetzungen: Master of Arts oder Science
Abschluss: Master of Arts
Mehr Infos zum Fach und zur Bewerbung: Freie Universität zu Berlin
www.fu-berlin.de RONALD KLEIN
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