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11. Jobmesse Berlin

11. Jobmesse Berlin mit über 100 Ausstellern

Die Jobmesse Berlin findet erstmals am neuen Standort in der Arena Berlin statt – mit vielen Ausstellern und buntem Programm

Die Messe ist sowohl etwas für Berufsanfänger als auch für „alte Hasen“. FOTO: BARLAG

Simone Jacobius 

Ausbilden, weiterbilden, umsatteln oder studieren – bei der elften Auflage der Jobmesse Berlin kommen alle Interessierten auf ihre Kosten. Neben der Vermittlung von freien Stellen und Ausbildungsplätzen gibt es bei diesem Recruiting-Event auch Angebote von Traineeprogrammen, Praktika und Projekte für Abschlussarbeiten und verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten. Zum ersten Mal findet die Messe am kommenden Wochenende an einem neuen Standort statt. Weil die Mercedes-Welt am Salzufer zu klein geworden war, musste ein neues Domizil gefunden werden. Das fand der Veranstalter Barlag in der Arena in Treptow. Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, hat erneut die Schirmherrschaft übernommen.
Vor allem die Branchenvielfalt unter den über 100 Ausstellern zeichnet die Jobmesse Berlin aus. Unternehmen, Institutionen und Weiterbildungseinrichtungen sind darunter. Kleine und mittelständische Unternehmen werben genauso um neue Mitarbeiter wie Global Player, die Privat-Wirtschaft und Staatsunternehmen. So sind die Konzerne BASF, Aldi und die Allianz genauso darunter wie Zoll, Polizei und Feuerwehr, Bundes- ebenso wie Bezirksämter. In lockerer Atmosphäre haben Unternehmen und Jobinteressierte die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Menschen ganz unterschiedlicher Qualifikationen und quer durch alle Altersgruppen werden von der Messe angesprochen. „Wir clustern die Aussteller nicht nach Branchen, damit beispielsweise Systemadministratoren nicht nur in der IT-Ecke die für sie interessanten Aussteller vermuten, sondern auch die entsprechenden Angebote branchenfremder Unternehmen wahrnehmen, die vielleicht viel besser zu ihnen passen“, erläutert Barlag-Geschäftsführer Stefan Süß das Konzept. Jedes Unternehmen stellt sich selbst als Arbeitgeber und abteilungsübergreifend die von ihm ausgeschriebenen Stellen vor. Denn auf den jetzt 6500 Quadratmetern der multifunktionalen Halle können sich die Unternehmen ideal als attraktive Arbeitgeber präsentieren. Ein anderer Vorteil des großen Platzangebotes: Das Rahmenprogramm kann noch umfangreicher gestaltet werden. So gibt es spannende Workshops, Unternehmenspräsentationen, Services wie Bewerbungsmappen-Check, Studienabbrecher-Beratung, Outfit-Check, Beratung zur Studienfinanzierung, einen kostenlosen Bewerbungsfoto-Service und spezielle Bewerbungsworkshops für Geflüchtete und Migranten. Der Coach Sven Emmrich gibt täglich drei Workshops und erläutert dort den Weg zum neuen Traumjob Schritt für Schritt.

Lernen aus dem Scheitern anderer

In Fachvorträgen geht es darum, den richtigen Beruf für sich zu finden, sich richtig zu verkaufen oder auch das Besondere einer Hochschule herauszufinden. Und in diesem Jahr ist auch die Veranstaltungsreihe Fuckup-Nights zu Gast: Die Erkenntnis, dass jedes Scheitern auch ein bisschen Lernen ist, vergessen viele Menschen oft. Am Sonnabend, zwischen 13 und 15 Uhr, wird Scheitern jedoch als Chance gesehen. Unternehmer, Gründer oder Studienabbrecher zeigen, dass Karrieren nicht immer geradlinig verlaufen müssen.

Der aktuelle Fachkräftemangel führt dazu, dass sich die Unternehmen einiges einfallen lassen, um auf sich aufmerksam zu machen. Sie werben mit Benefits wie Handy, Laptop oder ÖPNV-Zuschuss um die Gunst der Bewerber. Auch erweiterte Sozialleistungen sind oft ein adäquates Mittel. Denn „bei den Bewerbern steht heutzutage die Work-Life-Balance stark im Vordergrund, vor allem bei den Jüngeren. Sie möchten, dass der Beruf gut mit dem Privatleben und vielleicht einer Familie vereinbar ist“, schildert Stefan Süß seine Beobachtungen. Im direkten Gespräch mit potenziellen Arbeitgebern finden Interessierte das heraus.

Jobmesse Berlin

Termin: Sonnabend, 2. November, 10–16 Uhr; So., 3. November, 11–17 Uhr

Ort: Arena Berlin, Eichenstraße 4, 12435 Berlin-Treptow

Eintritt: 3 Euro (freier Eintritt für Schüler, Azubis, Studierende, Rentner, Menschen mit Behinderung und deren Begleitung, Erwerbslose, Transferleistungsbezieher und Kinder bis 14 Jahren).
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