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Themenwelten Berliner Morgenpost
Last-Minute-Ausbildung 2019

Freie Ausbildungsplätze bei der Lehrstellenbörse der IHK Berlin

Selbst kurz vor dem Ende der Schulzeit gibt es noch gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz

Auch für den Beruf des Kfz-Mechatronikers gibt es noch freie Ausbildungsplätze. FOTO: UWE MEINHOLD / IMAGO

Dagmar Trüpschuch  

Langsam rücken die Sommerferien immer näher. Während viele Schulabgänger schon ihren Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, sind andere noch völlig orientierungslos und wissen nicht, wohin sie die berufliche Reise führen wird. „Kein Grund zur Panik“, sagt Meike Al-Habash, Bereichsleiterin Ausbildungsberatung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin. „Selbst jetzt suchen noch viele Branchen nach Auszubildenden.“

So gibt es beispielsweise noch freie Ausbildungsplätze im Handel und in den gewerblichtechnischen Berufen. Dazu gehören auch der Kaufmann im Einzelhandel und die Kauffrau im Großhandel. „Interessiert man sich für das Thema digitale Absatzmärkte und möchte man später auch international arbeiten, könnte die Ausbildung Kaufleute im E-Commerce genau das Richtige sein“, sagt die Ausbildungsberaterin. Der Beruf wurde erst 2018 eingeführt und spezialisiert die Auszubildenden für den Online-Handel für Waren und Dienstleistungen.
Ein Blick in die Lehrstellenbörse der IHK lohnt sich: Mitte Mai verzeichnet sie noch 1847 offene Ausbildungsplätze für Berlin. So sucht beispielsweise die BFT Berufsschule für Tourismus gGmbH elf Azubis für den Beruf Kaufleute für Tourismus und Freizeit. Diese Fachkräfte arbeiten nach ihrer Ausbildung für den Incoming-Bereich und erstellen Reiseprogramme für Touristen, die nach Deutschland kommen. Die Aerticket-Gruppe will hingegen Tourismuskaufleute ausbilden, also die Menschen, die später im Reisebüro arbeiten und Reisen verkaufen.

Zu den gewerblich-technischen Berufen gehören Fachkräfte für Lagerlogistik oder Elektrotechniker, aber auch weniger bekannte Berufe wie der Technische Produktdesigner, der im Mai noch von der Museumstechnik Gesellschaft für Ausstellungsproduktion mbH gesucht wurde. In der Regel entwickeln und designen Produktdesigner technische Produkte, Gebrauchsgegenstände, Anlagen, Maschinen und Fahrzeuge. Die Gesellschaft Museumstechnik gestaltet und fertigt innovative Ausstellungseinrichtungen für Kunst und Kulturgüter. Die Reise durch die Lehrstellenbörse lohnt sich, um noch den einen oder anderen spannenden Ausbildungsplatz kennenzulernen. Das Angebot ist immer tagesaktuell.

„In mehr als 40 verschiedenen Berufen werden Auszubildende gesucht“

Katharina Schumann, Referatsleiterin Bildungsberatung

Auch Spätanfänger sind willkommen

„Es ist noch nicht zu spät, einen Ausbildungsplatz zu suchen und sich zu bewerben“, sagt Meike Al- Habash. Theoretisch könnten Schulabgänger nach Absprache mit dem Betrieb jederzeit eine Ausbildung anfangen. Man müsse nur genau prüfen, wie viel Schulstoff man verpasst habe, wenn man spät in eine schon laufende Ausbildung einsteige.

Schulabgänger, die zwar eine Idee haben, welche Ausbildung sie gerne machen möchten, aber noch keinen Betrieb gefunden haben, sollten einen Termin mit der IHK vereinbaren. Die Ausbildungsvermittlung „Passgenaue Besetzung“ bringt Schüler und Schülerinnen mit dem für sie passenden Ausbildungsbetrieb zusammen. Bei dem rund einstündigen Termin sichten die Angestellten der IHK die Bewerbungsunterlagen der Schulabsolventen. Im Anschluss an das Gespräch vergleichen die Mitarbeiter die Qualifikationen und Stärken der Ausbildungsplatzsuchenden mit den ihnen bekannten Unternehmensprofilen ab. „So verhelfen wir sowohl den Betrieben zu geeigneten Auszubildenden und finden zugleich für die Azubis einen für sie passenden Betrieb“, sagt Meike Al-Habash. Denn oft liege es nicht an der mangelnden Qualifikation der Schulabgänger, dass sie noch keinen Ausbildungsplatz hätten. „Sondern einfach nur daran, dass sie noch nicht den richtigen Betrieb für sich gefunden haben.“

Diesen Service bietet auch die Handwerkskammer Berlin (HWK) jungen Menschen an. Im Mai meldete die HWK noch 560 freie Ausbildungsplätze in ihrer Lehrstellenbörse. „In mehr als 40 verschiedenen Berufen werden Auszubildende gesucht“, sagt Katharina Schumann, Referatsleiterin Bildungsberatung. Vom Anlagenmechaniker über Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikerin bis hin zum Zahntechniker. „Am größten ist der Bedarf bei Anlagenmechanikern, Elektronikerinnen, Friseuren und Gebäudereinigern“, sagt sie.

Offene Lehrstellen finden suchende Schüler in der HWK-Lehrstellenbörse, die es auch mobil als App „Lehrstellenradar“ gibt. Sie kann kostenlos in allen App-Stores heruntergeladen werden. „Hier können stets aktuell freie Ausbildungsplätze in der Umgebung per Handy oder Smartphone gesucht und gefunden werden“, sagt Katharina Schumann. „Gerade im Handwerk suchen die Betriebe auch noch kurzfristig.“ Bis Ende Oktober sei der Einstieg in das Ausbildungsjahr 2019 problemlos möglich.
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