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Themenwelten Berliner Morgenpost
Extra: Jobmesse Berlin 2020

Neue berufliche Perspektiven finden

Der Arbeitsmarkt strauchelt. Wer auf der Suche nach beruflicher Orientierung ist, hat auf der Barlag Jobmesse Gelegenheit, sich vor Ort persönlich zu informieren

So voll wird es auf der diesjährigen Barlag nicht. Dennoch: 48 Aussteller werden über ihre Jobangebote informieren. FOTO: BARLAG

Die Arbeitslosenquote in Berlin ist mit aktuell 10,5 Prozent auf einem hohen Niveau. Und auch die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt eine große Herausforderung. Grund genug, mit einer Joboffensive gegenzusteuern. Wenn da nicht gerade eine Pandemie herrschen würde. Dennoch will die Barlag Werbeund Messeagentur Ende Oktober ihre alljährliche Jobmesse in Berlin veranstalten. Unter Corona-Bedingungen ein schwierigeres Unterfangen als sonst, aber dennoch möglich. „Wir haben ein größtmögliches Hygienekonzept erstellt, damit sich sowohl Aussteller als auch Besucher sicher fühlen können“, erläutert Barlag-Sprecher Felix Kopsieker.
job messe berlin
Mit potenziellen Arbeitgebern direkt in Kontakt treten

Seit September tourt Barlag mit seinen Messen wieder durch Deutschland, am 31. Oktober und 1. November auch in Berlin. Schirmherrin ist Arbeitssenatorin Elke Breitenbach. Der neue Veranstaltungsort in der Arena Treptow kommt Barlag jetzt noch mehr entgegen. „Eigentlich sind wir im vergangenen Jahr in die Arena gewechselt, weil unser bisheriger Standort in der Mercedes-Welt am Salzufer zu klein wurde für uns. Die Arena Treptow bietet genügend Platz zum Expandieren – und in diesem Jahr für ausreichend Abstand, um die Corona-Hygieneregeln einhalten zu können“, meint Kopsieker.
be Berlin
In der Stadt, die sonst Unmengen an Job-, Studien- und Ausbildungsmessen bietet, ist die Barlag Jobmesse Berlin erst die zweite, die seit Beginn der Pandemie stattfindet. Viele Schulabgänger hängen nicht zuletzt daher noch in der Schwebe, weil ihnen Anregungen fehlten. In Berlin suchten im August noch 7000 Schulabgänger eine Ausbildungsstelle. Auf der anderen Seite stehen noch 5060 unbesetzte betriebliche Lehrstellen zur Verfügung, meldete die Bundesagentur für Arbeit. Gleichzeitig gibt es aufgrund der Pandemie mehr als 180.000 Kurzarbeiter in der Stadt (Stand Juni). „Deswegen ist die Messe gerade jetzt extrem wichtig“, meint Barlag-Geschäftsführer Stefan Süß, „wir wollen den Menschen wieder eine Perspektive vermitteln, gerade denen, die durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind.“
Tipps aus erster Hand: Schulabgänger erfahren in der Arena, wie eine gute Bewerbung aussieht. FOTO: BARLAG
Tipps aus erster Hand: Schulabgänger erfahren in der Arena, wie eine gute Bewerbung aussieht. FOTO: BARLAG
48 Aussteller wird es diesmal geben, deutlich weniger als sonst. Auch das wiederum ist der Pandemie geschuldet. Denn viele Unternehmen nehmen derzeit aus Sicherheitserwägungen nicht an Messen teil, andere haben auf Kurzarbeit umgestellt und können daher keine Neueinstellungen vornehmen. Dennoch ist es den Messeveranstaltern gelungen, ein buntes Angebot zusammenzustellen: branchenübergreifend, mit staatlichen Unternehmen genauso wie mit lokalen Firmen. In Berlin sind beispielsweise das Bezirksamt Neukölln, die Berliner Feuerwehr und Polizei dabei, aber auch die Bundesdruckerei, Deutsche Bahn und lokale Anbieter wie Durstexpress, oder Höffner. „Die Aussteller vor Ort wollen nach vorne sehen und durchstarten. Sie stehen in der Regel für Perspektive und Krisensicherheit“, ist sich Süß sicher.

"Wir haben ein größtmögliches Hygienekonzept erstellt, damit sich sowohl Aussteller als auch Besucher sicher fühlen können"

Felix Kopsieker, Barlag-Sprecher

Vom motivierten Ausbildungsinteressierten über den erfolgreichen Absolventen bis zum langjährig erfahrenen Akademiker und der Fach- und Führungskraft hat auf der Messe jeder die Chance, mit einem potenziellen neuen Arbeitgeber in den persönlichen Kontakt zu kommen.
Veranstaltungen rund um das Thema Bewerbung und Karriere: Zum bunten Rahmenprogramm der Messe gehören Vorträge, Workshops und die Fuck-up-night am Sonnabend. FOTO: BARLAG
Veranstaltungen rund um das Thema Bewerbung und Karriere: Zum bunten Rahmenprogramm der Messe gehören Vorträge, Workshops und die Fuck-up-night am Sonnabend. FOTO: BARLAG
400 Messebesucher dürfen zeitgleich in die Arena Berlin

Begleitet wird die Messe wieder von einem umfangreichen Rahmenprogramm aus Vorträgen, Workshops und der Fuck-up-night am Sonnabend. Letztere versteht Scheitern als Chance und bietet persönliche Berichte von Unternehmern und Gründern, die Quereinsteiger oder Studienabbrecher waren. Sie alle berichten darüber, dass Karrieren nicht geradlinig verlaufen müssen, auch Fehler und Rückschläge erlaubt seien – sofern man daraus lernt.

In den Workshops von Sven Emmrich geht es um die Grundlagen. Der Bewerbungscoach erläutert, wie man vorgeht, um den passenden Beruf für sich zu finden, wie ein überzeugendes Bewerbungsschreiben aufgesetzt wird oder auch, wie ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch läuft. Beim Bewerbungs-Check wird zudem gezeigt, wie eine gute Bewerbungsmappe aussehen sollte, die den Personaler auf den ersten Blick positiv für den Bewerber einnimmt.

In den Vorträgen der unterschiedlichen Aussteller geht es beispielsweise darum, seine eigenen Stärken gekonnt zu präsentieren, darum, wie man zum Polizeidienst kommt, oder auch um die Arbeit bei der Bundespolizei. In einem anderen Vortrag gibt es Tipps, wie jeder Berufstätige Erfolg im Job haben kann.

Die Barlag Werbe- und Messeagentur hofft auf eine rege Besucherzahl. Etwas mehr als 400 Personen dürfen zeitgleich in die Arena Treptow. „Wir hatten im vergangenen Jahr noch sehr viel Platz, sodass wir in diesem Jahr problemlos den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einhalten können“, sagt Kopsieker. Auch in den Gesprächen soll der Abstand eingehalten und auf Händeschütteln verzichtet werden, das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist in der gesamten Messehalle Pflicht. Zusätzlich muss sich jeder beim Betreten der Halle die Hände desinfizieren und auch zwischendrin stehen immer wieder Desinfektionsspender. Eine kontaktlose Wegführung ermöglicht es, so wenig Oberflächen wie möglich, beispielsweise Türklinken, anfassen zu müssen.

Das Wichtigste aber ist die Registrierung der Besucher. Sie funktioniert über die Vidago-App, die sich kostenlos im App-Store herunterladen lässt. Zuerst müssen die persönlichen Daten inklusive Mobilfunk eingetragen werden, dann bekommt man per SMS einen Aktivierungscode geschickt, der ebenfalls in der App eingetragen werden muss. Über den daraufhin zugeschickten QR-Code muss sich jeder Besucher auf der Messe ein- und auschecken. Wer Schwierigkeiten damit hat, dem wird auf der Messe geholfen. Die Daten werden drei Wochen lang datenschutzkonform für eine mögliche Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt aufbewahrt und danach gelöscht. Geschäftsführer Süß appelliert an die Berliner: „Unser umfangreiches Hygienekonzept bietet den größtmöglichen Schutz. So kann ich jedem, der eine neue berufliche Perspektive sucht, die Jobmesse nur ans Herz legen. Lassen Sie sich durch Corona nicht abschrecken!“ Simone Jacobius
 

In Kürze

Termin:
Sonnabend 31.10., 10–16 Uhr
Sonntag, 1.11., 11–17 Uhr

Ort:
Arena Berlin
Eichenstraße 4
12435 Berlin-Treptow

Eintritt: 3 Euro;
Schüler, Azubis, Studierende, Rentner, Menschen mit Behinderung und deren Begleitung (Ausweismerkmal „B“), Erwerbslose, Transferleistungsbezieher, Kinder bis 14 Jahre (jeweils mit entsprechendem Nachweis) sind frei

Corona-Registrierung:
mit der VIDAgo-App im App-Store

Internet: barlagmessen.de
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