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Los geht’s!

Im Fitnessstudio findet jeder das passende Training – Tipps für Einsteiger

GRAFIK: BIGMOUSE108,ISTOCK

Fitness aus der Küche
Wer fit werden will, sollte auch die Ernährung im Blick behalten. Statt auf Verzicht sollte man auf viel Eiweiß setzen. Proteine sind wahre Muskelmacher. Also ruhig mal wieder Fischfilet mit Salat essen und dafür einen Bogen um Nudeln und Kuchen machen.

Tschüss, Schweinehund
Die eigene Playlist macht’s möglich: Wer beim Sport seine Lieblingssongs hört, trainiert nachweislich effektiver. Einen zusätzlichen Kick bringt das Training im Team. Wer sich regelmäßig zum Sport verabredet, steht nämlich unter größerem Druck, auch tatsächlich zu erscheinen.
Fettverbrennung anregen
Eine Trainingseinheit sollte immer sowohl aus Muskel- als auch Ausdauertraining bestehen. Besonders, wenn man Fett verbrennen will, sollte man zuerst eine Ausdauereinheit auf dem Laufband einlegen und sich erst dann dem Krafttraining widmen.

Erholung fördert Muskeln
Auch wenn man Blut geleckt hat, sollte man nicht täglich zum Sport rennen. Der Körper braucht Erholungspausen. Nach einem harten Training benötigen die Muskeln mindestens zwei Tage Regenerationszeit. Als Erinnerungsstütze: Das Training gibt dem Muskel den Reiz zu wachsen, tatsächlich wächst er aber in der Zeit der Erholung.

Gut gerüstet
Viel braucht es nicht für einen erfolgreichen Trainingsstart: Neben der Sportkleidung sind das gelenkschonende Schuhe. Außerdem benötigt man ein Handtuch zum Unterlegen beim Training. Und natürlich Wasser in einer Sportflasche – denn Glasflaschen sind in der Regel nicht erlaubt.

Wunderwaffe Faszientraining?

Ein Gespräch über den Fitnesstrend „mit der Rolle“
Dehnt und massiert: Die Faszienrolle bietet viele Vorteile im Training. FOTO: MICROGEN / STOCK
Dehnt und massiert: Die Faszienrolle bietet viele Vorteile im Training. 
FOTO: MICROGEN / STOCK
Daniel Segal

Ärzte weisen schon lange darauf hin, wie wichtig Faszien für den gesamten Körper sind. Die Medizinerin Ursula Marschall erklärt, warum.

Frau Marschall, was müssen wir uns unter einer Faszie vorstellen?

Als Faszien wird das Bindegewebe im Körper bezeichnet, das ihm Halt und Stabilität gibt. Es bildet eine weiße, fast durchsichtige Hülle um Muskeln und Organe. Faszien verlaufen auch zwischen einzelnen Muskelfaserbündeln. Menschen, bei denen das Gewebe stark verklebt ist, sind deshalb auch anfälliger für Verletzungen in der Muskulatur.

Was genau ist Faszientraining?

Das Training bezeichnet eine Mischung aus Dehnen, Springen, Federn und Schwingen unter der Vorstellung, dass so die Bindegewebsfaszien wieder geschmeidiger gleiten. Zusätzlich werden Körperteile – wie die Beine oder der Rücken – mit einer zylinderförmigen Schaumstoffrolle massiert.

Gerade Frauen schwören auf Übungen mit der Rolle, die als wahre Wunderwaffe gegen Cellulite gelten. Besteht da wirklich ein Zusammenhang?

Es gibt einen klaren Zusammenhang. Denn bei Cellulite befindet sich Flüssigkeit zwischen den Faszien. Daher sind Dellen unter der Haut sichtbar. Durch die Faszienmassage mit der Rolle werden die Zellen besser durchblutet und die Flüssigkeit kann in den Oberschenkeln besser zirkulieren.

Für wen ist das Faszientraining eine sinnvolle Fitnessalternative und wer sollte besser verzichten?

Faszientraining ist prinzipiell für jeden geeignet, der sportlich aktiv ist und bleiben möchte. Besonders wirksam ist es bei Menschen, die wenig Bewegung im Alltag haben, sodass sich beispielsweise Muskelverspannungen einstellen können.

Ist das Training also wirklich ein Alleskönner?

Das Faszientraining ist trotz der vielen positiven Anwendungsmöglichkeiten leider keine Wunderwaffe. Erhebliche Abnehmerfolge ohne Änderung des Essverhaltens sind genauso wenig zu erwarten wie die vollständige Rückbildung einer ausgeprägten Cellulite. Bei regelmäßiger Anwendung kann man sich aber durchaus über positive Effekte wie eine bessere Beweglichkeit freuen.

Stichwort Essverhalten: Lässt sich die Arbeit der Faszien über die Ernährung zusätzlich antreiben?

Das Bindegewebe besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Daher ist es naheliegend, dass es nur gut funktioniert, wenn es mit viel Flüssigkeit versorgt wird. Eiweißbausteine sind ebenfalls wichtiges Grundmaterial der Faszien. Am besten sind dabei Proteine aus tierischen Lebensmitteln.
 
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