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Themenwelten Berliner Morgenpost
Auszeit

Sultan Hamam Berlin lädt zum türkischen Dampfbaden ein

Ob kalt oder warm, wohlig dampfend oder leise plätschernd – das Element Wasser entfaltet seine heilende und belebende Kraft in vielen Formen. Wir haben die fünf beliebtesten für Sie gesammelt

FOTO: BEL_KA, TRAITOV / ISTOCK

HAMAM
Dampfbaden de luxe
Im Sultan Hamam baden Besucher umgeben von weißem Marmor. FOTO: SULTAN HAMAM BERLIN-FERHAT TOPAL PHOTOGRAPHY
Im Sultan Hamam baden Besucher umgeben von weißem Marmor. FOTO: SULTAN HAMAM BERLIN-FERHAT TOPAL PHOTOGRAPHY
Das traditionelle Bad inmitten beheizter Marmorsteine hat seine Ursprünge im arabischen und türkischen Raum (Hamam bedeutet „erhitzen“). Im Islam ist das Baderitual Bestandteil der Gesamtwaschung. Längst haben Hamams im orientalischen Stil auch einen festen Platz in der Berliner Wellnesslandschaft eingenommen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Dampfbädern wird im Hamam nicht einfach bloß dagesessen und geschwitzt. Im Hamam übergießt man den Körper immer wieder mit warmem Wasser. Meist ist man in ein leichtes Baumwolltuch gehüllt. Männer und Frauen haben getrennte Bereiche. Das stille Baden im Wassernebel befeuchtet die Atemwege, öffnet die Poren und entspannt die Muskeln. Optional bieten viele Hamams Massagen auf dem großen sogenannten Nabelstein mitten im Baderaum an. 
Zum Abschluss der meditativen Badezeremonie wird der ganze Körper mit einem groben Peelinghandschuh abgeschrubbt und anschließend mit natürlicher Seife gereinigt. Hamam-Fans schwören auf das wohlige Wie-neu-geboren-Gefühl.. ao

Tipp

Sultan Hamam Berlin
Bülowstraße 56–57
10783 Berlin
www.sultanhamamberlin.de

SCHWIMMEN
Aktiv entspannen
Abschalten gelingt auch im Hallenbad.FOTO: MEDIAPHOTOS / ISTOCK
Abschalten gelingt auch im Hallenbad.
FOTO: MEDIAPHOTOS / ISTOCK
Empfehlenswert für alle, die im Wasser herunterkommen und trotzdem etwas für ihre Fitness tun möchten: spezielle Kurse im Hallenschwimmbad, die sich auf Atmung, sanfte Gleitbewegungen und Erholung im Wasser konzentrieren, wie etwa Aqua-Relax. Aber auch ohne Anleitung kann man das Wasser zum Entspannen nutzen. Wem es schwerfällt, während des Schwimmens Nebengeräusche auszublenden, kann auf MP3-Player zurückgreifen, die auch unter Wasser funktionieren, und sanften Klängen lauschen. Unabhängig vom Schwimmstil gilt: langsame, gleichmäßige Bahnen ziehen und dabei bewusst darauf achten, wie das Wasser den Körper trägt. „Besonders entspannend ist das Altdeutsch-Rückenschwimmen“, sagt Hasso-Rüdiger Tretow, Präsident der Deutschen Schwimmtrainer-Vereinigung (DSTV). Dabei liegt man auf dem Rücken, die Arme schlagen gleichzeitig nach hinten aus, gepaart mit dem Beinschlag, wie man ihn vom Brustschwimmen kennt. Zwischen Arm- und Beinbewegung je eine Gleitpause einlegen. tr
 
SOLE
Die weiße Krankenschwester
Das Schwebebad in Thermalsole wird „Floating“ genannt. FOTO: PETRA STUENING
Das Schwebebad in Thermalsole wird „Floating“ genannt. FOTO: PETRA STUENING
Salz ist für den menschlichen Körper essenziell. Zudem wird Salzwasser natürlichen Ursprungs, die Sole, seit Jahrtausenden als heilendes Multitalent eingesetzt. Berühmtheit erlangte das anerkannte Arzneimittel deshalb unter dem Begriff „weiße Krankenschwester“. Sie hilft zum Beispiel bei Hautkrankheiten, Gelenkproblemen und Allergien über Atemwegsbeschwerden bis zur Immunschwäche. Sole ist ab einer Konzentration von 10 g Salz pro Liter Wasser besonders reich an Mineralsalzen wie Sulfur und Jod und wirkt unter anderem entzündungshemmend. Wer schon einmal in warmer Thermalsole geschwebt ist, „Floating“ wird das heutzutage genannt, kennt zudem den entspannenden Effekt der sanften Schwerelosigkeit. Einen Flug Richtung Totes Meer muss man für das Wohlfühlbad aber nicht sofort buchen. Es genügt der Besuch in einer der zahlreichen Thermen mit Solewasser in und um Berlin. Wer es spezieller mag, bucht sein privates Schwebeerlebnis in einem Floatingbad. Dort schweben ein bis zwei Personen entspannt in Mini-Solebecken, mit Extras wie atmosphärischem Licht und Unterwassermusik. In etwas größerer Runde relaxt man zum Beispiel in Neuruppin. Dort sprudelt 62 Grad heiße Rohsole aus der einzigen verifizierten Heilquelle Brandenburgs. ao

Tipp

An der Seepromenade 20
16816 Neuruppin
Täglich 10 bis 22 Uhr
www.resort-mark-brandenburg.de

EISBADEN
Härte Dich ab!
Winterbader tun etwas für ihre Abwehrkräfte. FOTO: MIHTIANDER/ISTOCK
Winterbader tun etwas für ihre Abwehrkräfte. FOTO: MIHTIANDER/ISTOCK
Ein Winterbad ist nichts für Warmduscher, aber es stärkt das Immunsystem und setzt Glückshormone frei. Leider steht dem Endorphinrausch zunächst die Überwindung im Weg. Mit Gleichgesinnten wird der langsame Gang ins kalte Nass ein wenig einfacher – und sicherer. Wem das Gruppengefühl nicht Motivation genug ist, nimmt sich Winterbader wie Goethe und Karl den Großen zum Vorbild. Ohne einen Saunagang oder ein kleines Aufwärmprogramm sollte man jedoch keinesfalls ein Eisbad nehmen, eine Runde Joggen oder Gymnastik sind Pflicht. Durch den Kopf entweicht sehr viel Wärme, also empfiehlt sich das Tragen einer Mützen. Wenige Sekunden nach dem Einstieg ins kalte Wasser erlebt der Körper einen Temperaturreiz. Die Temperatur der Haut sinkt drastisch. Der Körper selbst kühlt jedoch nicht aus, er stellt sich auf die neue Situation ein und wandelt die Energie, die er in Form von Kohlenhydraten gespeichert hat, in Wärmeenergie um. Nun weiten sich die Gefäße, die sich zunächst zusammengezogen haben. Das Blut kann besser zirkulieren und stabilisiert den Kreislauf. Ein Bad von drei bis fünf Minuten reicht für die Stärkung der Abwehrkräfte aus. Sonst droht Unterkühlung. kn

Tipp

Eisbaden mit den Berliner Seehunden
Jeden Sonntag ab 9.30 Uhr
Freibad Orankesee
Gertrudstraße 7
13053 Berlin
www.berliner-seehunde-orankesee.de

RAUSCHEN
Klang der Stille
Die Geräusche von Gewässern sorgen für tiefe Entspannung. FOTO: SLAVEMOTION / ISTOCK
Die Geräusche von Gewässern sorgen für tiefe Entspannung. 
FOTO: SLAVEMOTION / ISTOCK
Dem Meer zu lauschen, gehört zu den weitverbreiteten Lieblingsbeschäftigungen. Man kennt das: Spätestens wenn die erste große Welle rhythmisch an Land schwappt, kommt unweigerlich Ruhe auf. Nicht ohne Grund stehen im Internet unzählige Audio-Meeresaufnahmen gegen Schlaflosigkeit zur Verfügung. Konzentriert zuzuhören, lohnt sich in jedem Fall, egal von welchem Ort aus. Denn der Grund für den entspannenden Effekt des Meeresrauschens auf unser Gehirn liegt in der gesteigerten Stimulation des Nervus vagus, des größten Nervs des Parasympathikus. Der wiederum wird auch „Ruhenerv“ oder „Erholungsnerv“ genannt. Und damit ist eigentlich alles klar: Je aktiver der Nervus vagus, desto tiefer die Entspannung. Wenn der nächste Stress aufkommt, muss es aber nicht gleich ein Trip ans Meer sein – ein sanft plätschernder Bach hat einen ähnlichen Effekt. ao
  
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