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Themenwelten Berliner Morgenpost
EXTRA - Ferienimmobilien an der Ostsee

Urlaubsort mit Großstadtflair

Das Seebad Warnemünde hat viele Vorteile. Das schlägt sich in einer Preisentwicklung nieder, die seit vielen Jahren nur eine Richtung kennt

Hinter der Skyline von Warnemünde liegt der breiteste Strand der deutschen Ostseeküste ISTOCK/MAJAIVA

Eine Universitätsstadt wie Rostock bietet viel Kultur und Unterhaltung, kann manchmal aber auch etwas lauter sein. Auf dem Land dagegen genießt man erholsame Natur, die manchmal aber auch etwas zu ruhig ist. Eine optimale Kombination aus beiden Vorteilen dagegen zeichnet nur wenige Orte aus. Rostocks Stadtteil Warnemünde kommt an dieses Ideal nahe ran. Deshalb genießt das Seebad unter Immobilienkäufer besonders geneigte Aufmerksamkeit.

In besten Lagen werden hier schon Quadratmeterpreise von bis zu 10 000 Euro bezahlt, wie der Ferienimmobilien Report Deutschland des Maklerhauses von Poll Immobilien 2017 ermittelte. Im Schnitt verdoppelten sich die Preise während der vergangenen zehn Jahre.

Dieser Trend könnte anhalten. „Der Markt ist eng, der Bestand sehr statisch, sodass es einen deutlichen Nachfrageüber- hang gibt“, sagt Frank Streeck, Geschäftsstellenleiter von Poll Immobilien Rostock-Warnemünde. Größere Neubauten wie der Wohnpark Molenfeuer mit etwa vierhundert Wohnungen – inzwischen alle verkauft – bilden eher die Ausnahme. „Zu Beginn der Verkaufsphase vor einigen Jahren lagen die Quadratmeterpreise noch bei etwa 3000 Euro, am Ende wurden rund 5000 Euro gezahlt“, sagt Streeck.

In besseren Lagen Warnemündes wird durchaus noch mehr bezahlt. Ein wesentlich kleineres, dafür luxuriöseres Projekt an Meyers Mühle wird bis 2019 fertig gestellt. Dabei entstehen drei Wohnungen in der historischen Mühle, weitere zwölf in einem Neubau davor. Die Wohnungen sollen zu Quadratmeterpreisen um die 7000 Euro in den Verkauf gehen.



Vereinzelt kommen auch Einfamilienhäuser aus dem Bestand auf den Markt. Bei den Verkäufern handelt es sich oft um Erben, die die Stadt bevorzugen und ihre Elternhäuser veräußern wollen. So wird derzeit etwa ein Haus mit 180 Quadratmetern Wohnfläche in begehrter Lage für 980 000 Euro angeboten.

Die meisten Kaufinteressenten kommen aus Großstädten wie Berlin, Leipzig oder Dresden. Viele lassen sich auf eine Warteliste setzen. „Am gefragtesten sind klassische Ferienimmobilien, also kleinere Wohnungen mit 50 bis 60 Quadratmetern, in guter Lage für etwa 250 000 bis 300 000 Euro. Das kann dann aber auch ruhig in der zweiten Reihe sein“, erläutert Immobilien-Experte Frank Streeck.

Etwa 80 Prozent der Käufer in Warnemünde vermieten ihre Immobilie anschließend an Urlauber – und freuen sich über teils äußerst attraktive Bruttojahresrenditen von bis zu neun Prozent wie die „Marktstudie private Ferienimmobilien 2017“ ermittelte. Die Studie entstand im Auftrag des Immobilienanbieters Engel & Völkers sowie des Vermietungsportals Fewo Direkt. Durchschnittlich sind die Ferienimmobilien in Warnemünde an rund 200 Tagen im Jahr vermietet. Im Schnitt bleiben die Gäste 5,3 Tage und zahlen 98,45 Euro für eine Übernachtung. Auch in der Nebensaison läuft das Vermietungsgeschäft inzwischen gut. Die Gästezahlen steigen kontinuierlich. Das liegt nicht zuletzt an dem sich stetig noch verbessernden Freizeitangebot und den zahlreichen attraktiven Veranstaltungen in der Region.

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