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Weihnachten genießen 2019

Jahreswechsel - Dem Glück auf der Spur

Warum wir zu Silvester so gerne Glücksbringer verschenken

Fotos:iStockphoto,AdobeStock/ii-graphics

Manuela Blisse  

Dann eben mit Wachs. Seit dem vergangenen Jahr ist das Bleigießen durch ein EU-Gesetz verboten, der Bleigehalt in den Figürchen war einfach zu hoch. Mit Wachs wie auch mit Zinn funktioniert es ebenfalls, Hauptsache, die Silvestertradition bleibt erhalten und das in Wasser gegossene und erstarrte Gebilde kann gedeutet werden. Sieht es nach einem Amulett aus, bedeutet das gutes Karma, sieht es nach einem Zirkuszelt aus, wird ein Kindheitstraum wahr. Zum Ende des Jahres darf in die Zukunft geblickt werden, wird Platz gemacht für Mystik und haben Glücksbringer Hochkonjunktur. Wir stellen die beliebtesten vor.
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Vierblättriges Kleeblatt

Wer ein vierblättriges Kleeblatt in der Natur findet, muss ein Glückskind sein, ist es doch eine Seltenheit. Hat man es auf Reisen dabei, soll es vor Unglück schützen,näht man es in die Kleidung ein, soll es gar Schutz vor dem Bösen bieten. Der Legende nach hat Eva es als Andenken aus dem Paradies mitgenommen. Ist man selbst im Besitz eines solchen Blattes, das man per Zufall gefunden hat, besitzt man ein Stück vom Paradies. Vorsicht jedoch vor gezüchteten vierblättrigen Kleeblättern, die sollen das Pech anziehen.
      
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Glücksschwein

Bei den alten Griechen und Römern stand der Besitz vieler Schweine für Reichtum,es war genug Nahrung da. Für die alten Germanen waren Eberheilige Tiere. Das Schwein steht für Fruchtbarkeit und Stärke und damit für Wohlstand und Reichtum. Die Redensart „Schwein haben“ bedeutet „Glück haben“. Gerade zu Silvester gibt es Glücksschweine – aus Marzipan. Zusammen mit einem Schornsteinfeger, einem Glückspfennig und einem vierblättrigen Kleeblatt in einem Blumentopf, verschenkt man zum Jahreswechsel Glück hoch vier.
    
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Glückspfennig

Der Glückspfennig ist ein Symbol für Reichtum. Verschenkt man ihn, wünscht man dem Empfänger damit, dass ihm niemals das Geld ausgehen möge. Der Glückspfennig geht auf den Weihgroschen zurück, der einst allerdings vor Hexen schützen sollte. Inzwischen ist der Glückspfennig von der Münze her zum Glückscent geworden, doch der alte Name ist immer noch der gängige. Mit dem Verschenken eines slowenischen Glückscents beglückwünscht man zur Schwangerschaft oder Geburt – auf der Münze ist ein Storch abgebildet.
    
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Schornsteinfeger

Ohne den Schornsteinfeger stünde die nächste Mahlzeit auf dem Spiel und könnte es unangenehm kalt in den eigenen vier Wänden werden. Früher war es eine Katastrophe, wenn der Kamin verstopft war oder er schlecht zog. Die Rettung nahte in Form des Kaminkehrers. Hatte der seine Arbeit vollbracht, konnte wieder gekocht und geheizt werden. Der Mann in Schwarz brachte also das Glück zurück. Bis heute hat sich auch der Glaube gehalten, einen echten Schornsteinfeger zu berühren, bringe Glück.
     
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Hufeisen

Für ein Pferd sind Hufeisen einfach nur praktisch und sollen seine Hufeschützen . Solch ein Schutz wurde in fast allen Völkern schnell auch zum Glücksbringer, zumal man dem Metall auch besondere Kräfte nachsagte. Fand ein Bauer ein Hufeisen, brachte ihm das Glück. An einen Türrahmen befestigt, sollte es Fremde und böse Geister fernhalten, neben die Tür genagelt, sollte es dem Teufel in Menschengestalt auf den Kopf fallen.
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