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Themenwelten Berliner Morgenpost
Weihnachten genießen

Berlin: Dit is’n ding

Berliner haben Herz und Schnauze, das gilt auch für die Festtagszeit, wenn zwischen wohltätigem Engagement und Glühwein auch das Thema Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommt: Inzwischen stammt selbst die Tanne vor dem Brandenburger Tor nicht mehr aus Norwegen, sondern aus Thüringen. Wissenswertes zum Weihnachtsfest in der Hauptstadt

Fotos: Walter Wetzler, Jochen Loch, iStockphoto/kamisoka/DNY59, Käthe Wohlfahrt KG, Adobe Stock/Natalia

NACHHALTIG: Nicht nur ein Trend: Auch an Weihnachten kann man nachhaltig feiern

Auch im Jahr 2020 demonstrierte die Jugend für mehr Klimaschutz, der selbst an den Feiertagen nicht zu kurz kommen muss – angefangen beim Kauf des Weihnachtsbaums. Das Gute: In Berlin gibt es immer mehr Verkaufsstellen, an denen Bäume mit Siegel und/oder nach Bio-Kriterien verkauft werden. Dafür ist nicht einmal viel Recherche nötig: Die Aktivisten von „Robin Wood“ veröffentlichen alljährlich eine Liste mit den Orten, an denen nachhaltige Bäume verkauft werden. Üppiges Grün und frisches Wildfleisch direkt aus Berlin gibt es beispielsweise bei verschiedenen Forstämtern der Stadt zu kaufen. Das ist regional, nachhaltig und schmeckt. So kann man guten Gewissens das Fest in vollen Zügen genießen!

www.robinwood.de
Spreewald Therme GmbH
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ALLE JAHRE WIEDER: Frank Zanders traditionelles Weihnachtsdinner

Es ist nicht das Jahr des großen Schlagersängers, der mit seinem Hit „Hier kommt Kurt“ Geschichte schrieb. Erst fällt ihm buchstäblich die Decke auf den Kopf, weil in seinem Wohnhaus das Dachgeschoss ausgebaut wird, und jetzt musste der Kultsänger auch noch sein alljährliches Weihnachtsessen für Berlins Obdachlose absagen. Das organisiert Frank Zander seit 1995 alljährlich, mittlerweile findet es im Neuköllner Hotel Estrel statt, wo das Festteam mittlerweile von vielen prominenten Berlinerinnen und Berlinern unterstützt wird, um den Ärmsten der Gesellschaft ein paar schöne Stunden zu bescheren. Doch Frank Zander wäre nicht Frank Zander, würde er aus der Not keine Tugend machen. Als Ersatz für das ausgefallene Essen hat er sich einem anderen gemeinnützigen Projekt gewidmet und mit einer Spende von 20.000 Euro den Caritas-Foodtruck unterstützt, der zuvor vor dem Aus stand. Wer was übrig hat, darf es ihm gerne nachtun.

www.obdachlosenfest.de

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AKTUELL: Bummeln auf einem der 80 Berliner Weihnachtsmärkte

Weihnachtlich sind sie alle, ansonsten unterscheiden sich die rund 80 Weihnachtsmärkte, die sich über das Stadtgebiet verteilen, zum Teil deutlich voneinander. Von historisch über vegan und queer ist neben den großen, klassischen Adventsmärkten für jeden etwas dabei. Ob und welche Weihnachtsmärkte stattfinden können und mit welchen Einschränkungen, war bis Redaktionsschluss noch ungewiss. Rund 50 Veranstalter haben bereits Hygienekonzepte vorgelegt, wie zum Beispiel der beliebte Lucia Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei, der u. a. die Besucherzahlen in Echtzeit online stellt. Wer wissen möchte, ob der Lieblingsweihnachtsmarkt stattfindet, informiert sich am besten aktuell im Internet.

www.weihnachteninberlin.de
 
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DEKORAUSCH: Jingle Bells auch im Hochsommer

In Berlin weihnachtet es auch im Hochsommer sehr. Zumindest an den Orten, an denen es sich das ganze Jahr über um Weihnachten dreht. Dazu zählen die zusammengehörigen Läden „Sachsenhaus“ am Gendarmenmarkt und der „Erzgebirgische Weihnachtsmarkt“ im Nikolaiviertel. Seit mittlerweile elf Jahren werden dort von Januar bis Dezember Schwibbögen, Pyramiden und Räuchermännchen verkauft. Auch in der City West gibt es einen Laden für Weihnachtsenthusiasten: Die Filiale der Kette Käthe Wohlfahrt befindet sich prominent auf dem Ku’damm – und wird gleichermaßen von Berlinern wie Touristen angesteuert.

www.kaethe-wohlfahrt.com
 
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SCHNEEGESTÖBER: Der Traum von einer weißen Weihnacht

Eine weiße Weihnacht, das wünschen sich viele Berliner. Zumeist werden sie enttäuscht. Denn entweder fällt überhaupt kein Schnee oder so wenig, dass das wenige Weiß sofort wieder schmilzt. Tatsächlich ist es mittlerweile zehn Jahre her, dass die Hauptstadt so richtig schön verschneit war. Das Besondere: Damals gab es einen wahren Schneesegen, bis zu 31 Zentimeter hoch stand das weiße Gold. Wie schön wäre es, käme mal wieder so ein Jahr. Max Müller
 
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