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Weihnachten genießen

Weihnachtsessen: Gans to go

Lieferdienste boomen. Sogar den Festtagsbraten kann man sich bequem an die Haustür bringen lassen

Foto: iStockphoto/AlexRaths

An Weihnachten gehört der knusprige Gänsebraten zu den Festtagsklassikern. Viele scheuen jedoch die Arbeit oder fürchten, der Braten gelingt nicht. Wer möchte schon seine Gäste mit einem trockenen und zähen Vogel bewirten? Für Abhilfe und ein sorgenfreies Weihnachtsessen garantieren die Profis. Zahlreiche Restaurants bieten – und das nicht nur während der Feiertage – eine Gans to go, also zum Mitnehmen, mit allem Drum und Dran an. Die reicht in der Regel für vier bis sechs Personen und macht nach der Lieferung oder Abholung nur noch wenig Arbeit.

Eine zuverlässige Gänseadresse ist das Balthazar am Spreeufer. Küchenchef Holger Zurbrüggen bietet die Gans für vier Personen mit Beifußjus und Beilagen an (Abholung: 110 Euro, 24.12. und 25.12. jeweils um 15 Uhr, Bestellung eine Woche vorher). „Unsere Gänse kommen aus Brandenburg und werden mit Äpfeln, getrockneten Pflaumen, Orangen, Zwiebeln und Beifuß gefüllt“, erläutert Zurbrüggen, „der Gast teilt uns mit, ob er die Gans heiß zum sofortigen Verzehr abholen möchte oder lauwarm.“ Das Tranchieren gehört ebenfalls zum Service. Die Beilagen sind im Vakuumier-Beutel und müssen nur noch im Wasserbad erhitzt werden. Kommt die Gans erst später auf den Tisch, schiebt man sie zuvor noch 15 Minuten in den Ofen.

Die Beilagen einfach mitbestellen

Ebenfalls mit 110 Euro ist man für ein heimisches Gänseessen an den Weihnachtsfeiertagen bei der Brasserie Ganymed dabei. Statt einer Brandenburger gibt es hier eine französische Gans mit hausgemachtem Apfelrotkohl, Grünkohl, Kartoffelklößen, Maronen und Sauce. Die Lieferung erfolgt frei Haus innerhalb des Berliner Rings.

Bei Thomas Kammeier auf dem EUREF-Campus hat man hingegen die Wahl zwischen Gans ungegart mit Beilagen für 130 Euro und Gans gegart mit den traditionellen Beilagen für 150 Euro. Auch Ente to go ist im Angebot. „Die angebotenen Gänse und Enten wachsen auf bäuerlichen Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg heran und genießen natürlich bewirtschaftete Weiden“, erklärt der Sternekoch, der auf dem Campus für mehrere Restaurants verantwortlich ist. Bestellt werden können die Gänse online auf www.campus-catering.euref.berlin bis zum 21. Dezember mit zwei Tagen Vorlauf. Der Clou: Dabei können auch Extra-Beilagen geordert werden.

Es muss nicht die ganze Gans sein

Apropos online. Ein alter Hase in Sachen Gans to go ist Marc Fischer, Inhaber des Catering-Unternehmens Beef & Co, der seine Gänse über das Portal www.ganseinfach.de anbietet. Fischers Anspruch ist hoch: „Der Gänsebraten mit Knusper-Garantie, der im eigenen Ofen auf jeden Fall gelingt. Ohne professionelles Equipment, ohne Vorkenntnisse, in nur einer Stunde auf den Tisch gebracht.“ Dafür wird Fischers Gänsebraten zwölf Stunden bei Niedrigtemperatur vorgebraten. Inklusive Beilagen beginnen die Preise bei 71 Euro für eine halbe Gans. Geliefert wird per Kühlpaket sogar bundesweit.

Aber es muss ja nicht immer eine ganze Gans sein. Eine Alternative bietet da der Zollpackhof: knusprige Gänsekeule an Heiligabend, fix und fertig zur Selbstabholung am 23. Dezember. „Wir bereiten alles für Ihr festliches Weihnachtsessen vor. Gänsekeule, Rot- und Grünkohl, gefüllter Apfel, Maronen, Kartoffelklöße und Orangensauce. On top gibt es eine kleine weihnachtliche Überraschung vom Haus“, erklärt Anne-Katrin Zirkel. Bestellbar immer für zwei Personen für 56 Euro. Oder man gönnt sich zu zweit als Gans-Alternative eine edle Hyatt-Ente to go: eine Oldenburger Landente gefüllt mit Orangen, Zwiebeln und Äpfeln, dazu Preiselbeeren, Apfelrotkohl, Linda-Kartoffelklöße mit Semmelbutter sowie einen Winzerglühwein von Stefan Breuer. Die finale Zubereitung erfolgt dann zu Hause – genussvoll und stressfrei. Uwe Lehmann
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