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Wohnen & Gestalten

Das Bad als Wohlfühloase

Wellness direkt zu Hause – was gibt es Schöneres. Der Genuss ist für jede Badgröße möglich, sofern die Technik stimmt

Der Internationale Stil gibt sich wie auch Asien- und Scandi-Design eher reduziert und klar in der Linienführung. Foto: VDS / Villeroy & Boch

Den Tag mit einem guten Gefühl beginnen. Statt in einer sterilen Nasszelle den Schlaf in einem Wohlfühlbad aus den Augen waschen. Ein Bad mit Wellness-Charakter geht – mehr oder weniger – praktisch in jedem Badezimmer und ist zumeist weniger aufwendig, als man denkt. „Ziel ist es, einen Raum zu schaffen, der alle Sinne anspricht, eine besondere Atmosphäre schafft, in dem man sich wohlfühlt, entspannt und erholt“, erläutert Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e. V. (VDS).

Für VDS-Badbotschafterin Franziska van Almsick ist gerade in Corona-Zeiten „das private Spa im Bad der perfekte Rückzugsort und ein kleines bisschen wie Urlaub“. Je mehr Platz zur Verfügung steht, um so größer sind natürlich die Möglichkeiten, von der übergroßen Wanne über die barrierefreie Regendusche, die mit entsprechender Zusatzausstattung auch als Dampfbad dienen kann, bis hin zur kleinen Saunakabine. Aber viele Badeinrichter und Innendesigner bieten gerade für kleine Badezimmer, die man zu Wellnessoasen aufpeppen möchte, Einrichtungen an, die an besondere Gegebenheiten, wie beispielsweise Dachschrägen, Säulen oder besondere Grundrisse, angepasst wurden und damit den zur Verfügung stehenden Platz optimal ausnutzen.
Entspannung pur: auf den Körper angepasste Massagedüsen in der Wand. FOTO: VDS / Dornbracht
Entspannung pur: auf den Körper angepasste Massagedüsen in der Wand. FOTO: VDS / Dornbracht
Klar und unaufdringlich liegt im Trend

Bei der Einrichtung liegen aktuell vor allem klare Linien im Trend. „Der Internationale Stil, wie man ihn etwa von Designhotels wie Motel One kennt, gibt sich wie auch Asien- und Scandi-Design eher reduziert, klar in der Linienführung und unaufdringlich. Zugleich ist er bequem, praktisch und von hoher Qualität, wie sie Markenhersteller allgemein bieten“, erklärt der VDS-Geschäftsführer. Extreme Farben sollten mit Zurückhaltung verwendet werden. All-Over-Looks, egal, ob in hellen oder gedeckten Tönen, garantierten größtmögliche Entspannung, so Wischmann.

Wie eine große Umarmung fühlt sich diese Badewanne mit Stoffmantel an – wasserfest natürlich. FOTO: VDS / bette
Wie eine große Umarmung fühlt sich diese Badewanne mit Stoffmantel an – wasserfest natürlich. FOTO: VDS / bette
Herzstück eines Spa-Bades ist für viele immer noch die Badewanne. Die Modellvielfalt ist dabei groß, ob „normale“ Rechteckbadewanne, Eckwanne oder frei stehende Designerwanne in unterschiedlichsten Materialien, Formen und Farben. Wer bei der Anschaffung jedoch an Liegekomfort spart und mangels Platz auf eine schlechte Notlösung setzt, sollte besser eine moderne bodengleiche Dusche mit Brauseregen und Massagestrahl wählen. Ansonsten ist man mit Blick auf das Abtauchen in wohlig warmes Wasser mit einem 90 mal 180 Zentimeter großen Rechteckmodell gut aufgestellt. Exemplare mit ergonomischen Ausformungen für Rücken, Becken und Arme dürften dabei mehr als eine Überlegung wert sein. „Ideal ist es natürlich immer, wenn sowohl Platz für eine individuelle, große Badewanne wie für eine großzügige Regendusche vorhanden ist“, sagt der Badexperte. Ein großzügiger, formschöner Doppel-Waschtisch bietet zudem einen Luxus, den man schnell nicht mehr missen möchte. Während in deutschen Badezimmern das altehrwürdige Bidet weiterhin ein Schattendasein fristet, ist derzeit das Washlet stark im Kommen. Die auch Dusch-WC genannte Toilette sorgt mit einem Stabdüsensystem für eine sanfte Reinigung mit warmem Wasser und für ein frisches, sauberes Gefühl.

Hygienisch: Diese Armaturen funktionieren berührungslos, und das ohne sichtbaren Sensor. FOTO: VDS / Dornbracht
Hygienisch: Diese Armaturen funktionieren berührungslos, und das ohne sichtbaren Sensor. FOTO: VDS / Dornbracht
Neben dem Washlet sind auch andere smarte Hygiene-Produkte wie berührungslose Armaturen und Infrarot-Seifenspender stark gefragt. Allerdings: All diese Systeme benötigen Elektrik. Ebenso die schöne Beleuchtung, die perfektes Funktionslicht liefert, die Stimmung hebt und zudem der Orientierung dient und sich vielleicht auch je nach Zweck und Stimmung verändern lässt.

Eine intelligente Technik macht’s möglich

Nicht zu vergessen die Heizung von der Fußbodenheizung bis zu den neuen Strahlungswärme abgebenden Wandanstrichen. „Beim Entwurf eines zeitgemäßen Bades sollte man daher in jedem Fall dem Trend der intelligenten Gebäudetechnik zur Automation und Vernetzung zumindest mit Leerrohren begegnen“, empfiehlt der VDS-Geschäftsführer. Auch auf den Körper abgestimmte Wasserauslässe in der Wand, die vorprogrammierte Massageanwendungen bieten, benötigen spezielle technische Voraussetzungen und gegebenenfalls Netzwerkanschlüsse. Dafür muss man sich ebenfalls früh entscheiden. Wen die zunehmende Digitalisierung des Alltags aber nervt, der kann seine Wellnessoase natürlich auch von Internet & Co. abschotten.

Dezente Farben, klare Formen, ein Waschtisch aus hellem Holzdekor und ein Spiegel wie eine Sonne – so lässt sich der Sommer verlängern. FOTO: VDS / Burgbad
Dezente Farben, klare Formen, ein Waschtisch aus hellem Holzdekor und ein Spiegel wie eine Sonne – so lässt sich der Sommer verlängern. FOTO: VDS / Burgbad
Den kleinen Details und Schmuckstücken, die das Bad erst zur richtigen Wohlfühloase machen, kann man sich hingegen als Letztes widmen. Das beginnt mit der Auswahl von Accessoires wie Seifenschalen, Handtuchablagen und Toilettenbürstengarnituren und umfasst vielleicht sogar Teelichtgläser, exotische Grünpflanzen und Streaming–Lautsprecher. Wenn man sich dann zu seiner Lieblingsmusik das erste Mal in die neuen flauschigen Handtücher schmiegt, dann fühlt sich das an wie ein wahrer Wellness-Urlaub. Uwe Lehmann
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